684 F. Nr. 1843 - 1845.
No. 750 gibt noch den Beisatz: Gr. du Cab. du Roy sculp., woruntersich der Künstler als Graveur du Cabinct du Roy kund gibt. In diesemWerke kommt aber ein Blatt der Latona nicht vor, und überhaupt istFranqueville gar nicht genannt. TIeberdiess werden ihm noch 4 Blätternach Rosalba Camera zugeschrieben, welche unter halben weiblichenFiguren die Jahreszeiten vorstellen. Ch. le Blanc tibergeht diesen Künstler,und somit wusste er über ihn ebenfalls keinen Bescheid zu geben.
1843. Unbekannter Formschneider, welcher der Schule des Jost
•j—- ___TP Amman beizuzählen ist. Bartsch, P. gr. IX. p. 419 und
**/•*"■■"*• r Tab. des monogr. No. 293, bringt ihn mit dem MeisterS. F. und S. II F. in Berührung, allein es ist auffallend, dass derjenigeKünstler, welcher S. F. und S. 11 F. zeichnete, zu gleicher Zeit auchmit dem Buchstaben F sich begnügt haben sollte. Wir vermuthendaher unter F einen anderen Meister. Blätter von seiner Hand findetman in folgendem Werke: JVFuwe Biblische Figuren des alten vnd neuwmTestaments geordnet vnd gestellt durch — Hans Bocksperger den jungemvnd nach gerissen durch Joss Amman etc. Gedruckt zu Frankfurt amMayn M.D.LXIIH, qu. 4. Dieses Werk enthält 130 Holzschnitte, welcheauch zu: Biblia. Das ist: Die gantze fleißig» Schrift, Teutsch. D. Martin
Luther ------. Frankfurt am Mayn 1064, 1560, 1066, 1069, 1000,
fol., benutzt wurden. Die meisten Blätter sind SF, und S.HF. be-zeichnet, sehr wenige mit F und dem Schneidmesser.
1844. Odoardo Fialettl, Maler und Radirer, geb. zu Bologna 1573,p r gest. zu Venedig 1638. Einer der geistreichsten Künstler seiner
I' Zeit, ist er durch Gemälde und radirte Blätter bekannt, derenBartsch XVII. p. 263 ff. 243 beschreibt. Auf mehreren steht ein aus 0 Fund 0 F. F. gebildetes Monogramm, auf anderen kommt aber auch derBuchstabe F. mit f. {fecit) vor. Blätter dieser Art enthalten Grotteskenund Costüme religiöser Orden. Das Trachtenwerk erschien in zweiTheilen unter dem Titel: Opera di Odoardo Fialetti diuisa in duo vo-lumi. Venelia 1626. Es enthält 74 Blätter. II. 6 Z. 2 L. Br. 3 Z.4 — 5 L. In zweiter Ausgabe: Briefve hisloire de V Institution des ordresreligieux avec, leurs habits gravez par Odoardo Fialetti. Paris 1600, 4.Der erste Band enthält die Geschichte der Orden in französischerSprache , der zweite 72 Costüme unter einem gestochenen Titel. DieErklärung ist italienisch. Schliesslich bemerken wir noch, dass 0. Fi-alletti die anatomischen Abbildungen des Arztes Giulio Casserio ge-zeichnet habe. Sie sind von F. Valegio gestochen, und am vollstän-digsten (107) in Adriani Spigellii Opera. Ed. ./. Ant. van der Linden.Amsterdami 1640. fol. Auch auf solchen Blättern soll der BuchstabeF stehen, wir haben aber das Werk nicht gesehen.
1845. Sebastian Furck, auch Fulcarus genannt, Zeichner und. ri r Kupferstecher von Goslar, war von 1612 — 1654 thätig, die
r / -f J e längste Zeit in Frankfurt am Main. Er stach viele Portraite,deren er selbst sehr fieissig mit dem Stifte auf Pergament zeichnete.Auf solchen Blättern steht zuweilen der Buchstabe F, oder Ff». MitFf« bezeichnet ist neben andern das Bildniss des Nürnbergers Bal-thasar Zieger. Aet. .57. II. 5 Z. 7 L. Br. 2 Z. 10 L. Die Bildnissedieses Künstlers sind gewöhnlich in Oktavgrössc, und mit sinnreichenBeiwerken geziert. Von ihm sind auch die Portraite des sechsten Thcile3der Bibliotheca chalcographica. Der Buchstabe F allein steht fernerauch auf Blättern in Meissners Sciographia Cosmica. Nürnberg, PaulFürst 1638 ff., 4. Es sind diess verschiedene Städteansichten u. s. w.Auf anderen Stichen dieses Werkes signirte der Künstler S. F.