Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
664
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664 ES. Nr. 1768 — 1773.

Ecken ist ein Wappen mit einer Armbrust, und unten ein Schild miteinem quadrirten Kreuz eingestochen. Höhe und Breite 4 Z. 1 L.

Dieses Blatt weicht im Stiche von den Blättern des Meisters S ab,indem es nach Sotzmann's Versicherung in einem breiteren Style undmit freierer Schraffirung behandelt ist, als dies mit den Stichen des-selben der Fall ist. Es fragt sich auch noch, ob die Buchstaben E S.den Kupferstecher andeuten. H. v. Sotzmann glaubt, das Blatt sei füreine ehrsame Schützengesellschaft gestochen worden.

1768. Ernst Schultes, Münzmeister in Gera 1622, und in Loben-FS F*S F *• S ste ' n 1623, zeichnete Münzen mit E S. Künstler

' ' ' *• ' scheint er nicht gewesen zu seyn.

Johann Chr stian Eberhard und Johann Schmiedhammer warenum 1765 — 1766 an der Münze in Baireuth thätig, der erste als War-dein, der andere als Münzmeister. Sie zeichneten E * S und E &. S.

1769. Ellas Schafhauser oder Schafhansen, Kupferstecher inTT" C J^ 1 f^ /^ C Augsburg, war um 1700 thätig. Die InitialenJli ^) / C d, C v y- seines Namens, theils mit der Sylbe sculp., findetman auf Blättern mit akademischen Figuren , auf welchen auch dieBuchstaben P. M. I. als jene des Zeichners vorkommen.

1770. Gabriel Ehinger, Maler und Kupferstecher zu Augsburg,f~) ^n machte sich durch zahlreiche Blätter bekannt. Auf solchen

/t> V ' nach Heinrich Schönfeld stehen nach Brulliot II. S. 726O* (_/>• die gegebenen Intialen, welche demnach Ehinger Sculpsitbedeuten. Der Künstler starb 1736 im 84 Jahre.

1771. Elcktrine Stnnz, verehelichte Freifrau von Freyberg, istr> „ oben unter dem Monogramme E F. No. 1570 eingeführt, undO-ü. daher beschränken wir uns hier nur auf die lithographirtenBlätter, welche mit E S. bezeichnet sind. Sie gehören zu den Erstlingendieser in München erfundenen, und gross gezogenen Kunst. E. Stunzhat sich selbst Verdienste um die Ausbildung derselben erworben.

1) Die Krönung Maria. Sie sitzt zwischen dem Vater und demSohne. An der unteren Stufe des Thrones sind die Buchstaben E S.H. 4 Z. 7 L. Br. 4 Z. 6 L.

2) Die heil. Cäcilia sitzend, wie sie die gefalteten Hände auf derHarfe ruhen lässt, und den Blick nach oben wendet. Rechts ist eineOrgel, und in der Luft sieht man singende Engel. Rechts unten inder Ecke E S. H. 9 Z. 3 L. Br. 6 Z.

1772. Elisa Siranl soll nach Malpö, Notice &c. II. p. 225, radirtep c p Blätter mit den Initialen E. S. F. bezeichnet haben. Die

Radirungen dieser Künstlerin beschreibt Bartsch, macht aberauf die Namensbuchstaben nicht aufmerksam , welche überhaupt aufBlättern nicht vorkommen. Vielleicht findet man sie auf Gemälden.In diesem Falle muss man aber unterscheiden , ob die Werke dieserArt nicht von Enea Salmrggia di Bergamo herrühren. Dieser Meisterging aus der Schule der Procaccini hervor, und ahmte nicht unglück-lich dem Rafael nach. Starb 1626.

1773. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte_, -y. des 16. Jahrhunderts thätig war. Das gegebeno Zeichen findetE *Sf. man auf einem Blatte, welches die Judith vorstellt, wie sie derMagd das Haupt des Ilolofernes reicht. Das Zeichen ist rechts untenam Steine. H. 4 Z. 11 L. Br. 3 Z. 9 L.