Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
663
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ES. Nr. 1764— 1767. 663

12) Ein phantastisches Blumenwerk, an dessen einem Stengel einmenschliches Herz hervortritt, in welchem das Jesuskind erscheint.Das Ornament überragt ein Kreuz, an welchem die Buchstaben E S.mit der Jahrzahl i4ß7 stehen. In den vier Ecken stehen Engel mitPassionswerkzeugen auf Blumen. Mit der Inschrift: nicr ü)ü in «einenhtrtjtn tru &c. Auf diese Schrift macht Frenzel 1. c. 44 aufmerksam,und sagt, dass sich ein Abdruck im Palaste zu Stowe finde. In einemuns zustehenden handschriftlichen Verzeichnisse der in der Sammlungdes Herzogs von Bukingham dem Meister E S. zugeschriebenen Blätterwird dieser Inschrift nicht gedacht.

1764. Eugen Eduard Schäffer, Kupferstecher, geb. zu Frankfurtt-, ^r a. M. 1803, gehört zu den vorzüglichsten Meistern seinesJLia). Je. Faches. Schüler von Ulmer, und dann der Akademie inMünchen, kam er in letzterer Stadt mit P. v. Cornelius in Berührung,und kein anderer Künstler seines Faches hat die Compositionen des-selben aus der griechischen Mythe mit grösserem Verständnisse aufKupfer übertragen, als Schäffer. Auf einigen Blättern stehen die Ini-tialen des Namens. Seine Hauptwerke sind im Künstler-Lexicon XV.S. 101 verzeichnet. Er ist seit mehreren Jahren als Professor derKupferstecherkunst am Institute zu Frankfurt a. M. thätig.

1765. Egidius Sadeler ist bereits als Kupferstecher eingeführt,p c hier tritt er aber mit einem Gemälde auf. Dieses mit E. S. be-

• zeichnete Bild befindet sich in der Gallerie auf Schloss Rolland,dem Rittersitze des Herrn A. Fahne in Cöln. Es stellt den Heilandbei den Jüngern in Emaus vor. Auch in der k. k. Gallerie zu Wien,wird dem E. Sadeler ein Gemälde zugeschrieben, welches aber ohneBezeichnung ist.

In R. Weigel's Catalog der Kunstsammlnng des Dekan Veith inSchaffhausen I. 1835 No. 987 wird eine mit der Feder und in Bisterausgeführte Zeichnung mit E. S 1622 erwähnt. Diese Zeichnung stelltdie Madonna mit Krone und Scepter, und dem Kinde stehend vor.Dabei sind auch die beiden Johannes , fol. Es fragt sich, ob dieseZeichnung von E. Sadeler herrühre. Der Zeit nach wäre es möglich,indem der Künstler erst 1629 starb.

1766. Ernst Stuven, Maler von Hamburg, geb. 1659, hinterliessp c Blumenstücke in der Weise des A. Mignon, und auch sogenannte

* Stilllcben. Seine Bilder sind von grosser Farbenfrische, undviel feiner vollendet, als jene des A. Mignon. Im Cataloge der Löhr-schen Sammlung, Leipzig 1859 No. 157 und 158, sind zwei Gemäldeangegeben, welche Weintrauben und andere Früchte vorstellen, beideauf Holz, und mit E. S. bezeichnet. Das Todesjahr des Künstlers istunbekannt.

1767. Unbekannter Kupferstecher, welcher im ersten Viertel desf£ c 16. Jahrhunderts thätig war. Herr von Sotzmanu (Archiv für

' die zeichnenden Künste von Dr. Naumann und R. Weigel

III. Jahrgang S. 21) identificirt ihn mit jenem Meister, welcher seinevielen Blätter mit S. zeichnete, und um 1510—1520 thätig war. Dergenannte Sehriftsteller beschreibt 1. c. S. 31 No. 23 ein Blatt, welcheszwei Spielleute in der Tracht der deutschen Landsknechte vorstellt.Der Pfeifer hat den Hut mit langen Federn auf dem Kopfe, demTrommler rechts hängt er auf dem Rücken. Auf dem rautenförmigenTäfelchen oben stehen durch einen leeren Raum von einander getrenntdie römischen Capitalbuchstaben E. S. In jeder der beiden oberen