608 EH. Nr. 1605 — 1609.
mit dem vorkehrten Namen des Künstlers bezeichnet. Es ist als ersterVersuch zu betrachten, aber so brillant ausgefallen, dass jeder Kunst-freund die Fortsetzung mit Freude begrüssen wird. Höhe der Platte1 Z. 6 L. Br. 2 Z. 7 L.
1605. Erasmus Hornick, Zeichner und Kupferstecher von Nürn-t> tt berg, ist oben unter dem Monogramme E H. No. 1603 einge-_, T _ führt, und es ist auch bemerkt, dass sich die Initialen deslli.ri. Namens, in der von Bartsch IX. p. 499 gegebenen Form derzweiten Reihe, auf Blättern mit Vasen finden. Wir haben sie 1. c. No. 1beschrieben. Es muss indessen noch eine zweite Sammlung von solchenGelassen vorhanden seyn. Wir kennen ein Blatt mit einem reich ver-zierten Krug mit Henkel. Unten steht links E und rechts //, wie inerster Reihe geformt. Tiefer liest man : Cum gralia et priuikgio. Höhe10 Z. 10 L. Breite 6 Z. 3 L. Die Blätter dieser Folge sind grösser,als die von Bartsch erwähnten.
1606. Unbekannter Formschneider, dessen Lebenszeit nicht be-p ]_J kannt ist. Heller (Leben A. Dürer's IL S. 618) kennt eine
" mit E. II. bezeichnete Copie des Holzschnittes von A. DürerB. No. 56. Er stellt Christus am Kreuze mit Maria und Johannes vor.Im Originale von 1516 bemerkt man oben den ewigen Vater mit demhl. Geiste, und das Bild erscheint in einer Einfassung von Arabeskenund Engeln. Alles dieses liess der Copist weg. Höhe 5 Z. 11 L.Br. 4 Z. 7 L. Dieses Blatt kommt wahrscheinlich in einem gedrucktenWerke vor, vielleicht in einem Andachtsbuche.
1607. Egidius Horbeck, Kupferstecher, war in der zweiten Hälfte
Et, des 16. Jahrhunderts in Holland thätig. Seine Blätter sindr~' selten , und wahrscheinlich in sehr geringer Anzahl vorhanden.Die Initialen E II findet man auf einem schön radirten Blatte, welchesdie Judith vorstellt, wie sie das vom Rumpfe getrennte Haupt desHolofernes in den Sack der Magd steckt. Im Zelte links liegt Holo-fernes , und rechts unten im Rande bemerkt man das Handzeichen.H. 4 Z. 10 L. Br. 3 Z. 8 L. Bartsch macht in den Zusätzen zumPeintre-gravcur V. p. 5 auf ein ähnliches Blatt nach H. Goltzius auf-merksam , und Heller (Handbuch &c. 2. Aufl. S. 329) schreibt eineVorstellung der Judith dem Erasmus Hornick zu. Nach seiner Angabeist dieses Blatt 5 Z. 2 L. hoch, und 4 Z. breit. Hier haben wir nureine Abweichung im Masse. Das von Bartsch nachträglich erwähnteBlatt ist wohl das oben beschriebene.
Die Lebensvorhältnisse des E. Horbeck sind uns unbekannt. Wirwissen indessen, dass ein Egidius van Horbeck 1582 an den Hof nachMünchen berufen wurde. Dieser Meister war Maler, und konnte alssolcher auch in Kupfer radirt haben.
1608. E. Hufnagel, Goldschmied und Kupferstecher, war um 1713ü ir zu Nürnberg thätig. Tn Winkler's Catalog werden ihm vier
' ' punktirto, und mit E. II. bezeichnete Blätter zugeschrieben,welche Leuchter und verschiedene Muster für Goldschmiede verviel-fältigen, 4.
1609. Stempehclmeidcr, welche E. II. zeichneten, nach der Angabep ir Schlickeyscns, Abkürzungen auf Münzen des Alterthums, desB " • Mittelalters und der neueren Zeit S. 97.
Ermenegildo Hamerani, geb. in Rom 1683, gest. 1744, war ander päpstlichen Münze thätig, und schnitt auch Stempel zu Medaillen.