Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
605
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EH. Nr. 1602. 605

Mitte des Blattes in weitem Gewände, mit langem Barte und mit einerRuthe in der Hand, nach Buch der Könige I. C. 28, 14. Die Zauberinliess der Künstler weg, aber nur aus Missverständniss der biblischenStelle, da der Schatten Samuel's links im Grunde im Lichtglanzeleicht angedeutet ist. Links vorn steht ein steinerner Tisch, aufwelchem ein Vogel mit ausgebreiteten Flügeln steht. Die Sccne gehtin einer Höhle vor. Dieses Blatt ist nicht ganz vollendet, und es fehltder Name des Künstlers. H. 11 c. 4 m. Br. 15 c. 9 m.

3) Allegorie auf die Befreiung von Antwerpen von der spanischenHerrschaft. Die allegorische Gestalt der Stadt sitzt mit fliegendenHaaren , und bedeckt mit der rechten Hand das Gesicht. Mit derlinken Hand hält sie den Wappenschild, und die Mauerkrone liegt zuihren Füssen. Ein alter Mann in spanischer Tracht drückt sie mitder linken Hand nieder, wahrend ein Engel mit ausgebreiteten Flügelnmit dem Schwerte ihm ein Ziel setzt. Links unten: E. Hamman11142. H. 14 c. 8 m. Br. 10 c.

4) Die allegorische Eigur der Stadt Antwerpen zwischen demReichthum und der Armuth. Sie steht mit gen Himmel gerichtetemBlicke und mit der linken Hand an der lirust, wahrend sie die rechteeinem reich gekleideten Manne hingibt. Rechts sieht man einen Bettlerin Lumpen gehüllt, und links im Grunde zwei andere Figuren. Untenauf derselben Seite: E. Hamman 1943. Dieses geistreiche und schöngezeichnete Blatt hat zu wenig Lichtparthien, und scheint nicht ganzvollendet zu seyn. H. 15 c. Br. 10 c.

5) Der Hof vor der Herberge, mit drei Figuren im Costüme der-jenigen des G. Metsu unter einem der grossen Bäume versammelt.Rechts unten: E. Hamman f. aqua forti 1843, links: //. Seys pinx.Dieses Blatt, das grösste von allen, findet man in der Revue d' Anvcrs.Es scheint zu den ersten Nadelarbeiten des Künstlers zu gehören, daer namentlich in der Behandlung des Blätterwerkes eine grosse Uner-fahrenheit zeigt. Aber trotz der Härte , welche im Allgemeinen darinherrscht, gehört es doch zu den interessanten Leistungen der Schulevon Antwerpen. H. 19 c. 8 m. Br. 25 c.

6) Interieur mit Soldaten im Costüme des 17. Jahrhunderts. Dereine sitzt am Tische, und hält in der einen Hand das Glas , in deranderen ein Buch. Rechts sitzt ein anderer Soldat, und liest einerdritten, an den Camin sich lehnenden Person vor. Im Grunde besteigtein Weib die Treppe. Links an der Mauer hängt ein Hut, und da-neben bemerkt man einen Schrank. Diese Scene ist nur leicht undgeistreich skizzirt, macht aber einen angenehmen Eindruck. Linksnach oben an der Mauer: E. Hamman llib'2 Höhe 7 c. 6 m. Breite15 c. 7 m.

I. Vor dem Schranke, und vor einigen Ueberarbeitungen im Schatten-thcile unter dem Tische, und oben an den Hosen des lesendenSoldaten.

II. Mit dem Schranke u. s. w.

7) Ein Studienblatt. Rechts sitzt ein Greis vor der Bücherstollo,links sieht man einen Reiter, dessen Pferd ins Wasser stürzt, weiterhin einen Mann im Mantel- mit dem Stossdegen , und oben die halbeFigur eines anderen Mannes. In skizzenhafter Behandlung, und nichtohne Schwächen in der Zeichnung. Nach unten in der Mitte: E. Hamman.Erster Versuch des Künstlers, IT. 7 c. 5 m. Br. 15 c. 6 m.