Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
594
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594 EF. Nr. 1571.

stehenden Kinde, kam mit der Gallerie des Herzogs von Leuchtenbergin letzter Zeit nach St. Petersburg. Ein zweitos Bild , welches dieheil. Frauen am Grabe des Heilandes vorstellt, ging denselben Weg.Letzteres ist von Strixner lithographirt, und von J. Muxel für dasLeuchtenbergische Galleriewerk zart radirt, so wie die Madonna mitdem Kinde. Die Madonna mit dorn Kinde in der Sammlung des Baronvon Eichthal zu München ist von V. Schertle lithographirt, gr. fol.Eine knieendo Maria mit dem Kinde hat die Künstlerin selbst litho-graphirt, gr. fol. Ein liebliches Bild der Charitas ist durch die Litho-graphie von II. Kohler bekannt, gr. fol. Der Gatte der Künstlerin,Baron Wilhelm von Freyberg in München , besitzt noch mehrere Ge-mälde und Zeichnungen von der Hand derselben. Darunter ist daslebcnsgrosse Biklniss der Künstlerin von feinster Vollendung, und einsehr zartes Bild der Geburt des Johannes mit dem Monogramme undder Jahrzahl 1029 , so wie ein Gemälde mit der Madonna und denbeiden Kindern in einer Landschaft, in der Weise Ilafael's componirtund gemalt. Auch dieses Gemälde ist mit dem Monogramme und derJahrzahl 1020 versehen. Es kommt überhaupt auf den meisten Ge-mälden und Zeichnungen der Künstlerin vor, gewöhnlich in Cursiven,und mit der Jahrzahl. Der Buchstabe F' ist nur selten durch dencharakteristischen Querstrich angedeutet, so dass man auch E T lesenkann. Die Grösse ist nicht durchgehends gleich. Auf Gemälden istdas Cursivmonogramm öfters grösser, es stimmt aber mit den obigenZeichen, welche wir nach Radirungen copirt haben.

Die radirten Blätter der E. von Freyberg sind nicht häufig, dasie nicht in den Handel kamen. Wir kennen folgende:

1) Die drei musicirendon Mädchen vor dem Wirthshause unterdorn Baume. Das eine spielt die Harfe, das zweite am Baume die Vi-oline, und das zwischen beiden sitzende Mädchen hält ein Notenbuch.Rechts oben ist das zweite Zeichen. H. 4 Z. HL. Br. 6 Z. 4 L.

2) Ein die Schalmcy blasender Knabe vor einer Mauer, an welcherlinks Schlinggewächse wuchern. Das Gemälde besitzt Baron von Frey-berg, indem es das Bildniss seines Sohnes gibt. Links oben ist dasdritte Zeichen mit der Jahrzahl i«24. H. 5 Z. 9 L. Br. 4 Z.

3) Die drei Kinder unter der Wcinluube, in einem an die Antikestreifenden Costüme. Der Knabe spielt die Lyra, das gegenüber stehendeMädchen hält eine Rolle, und der zweite sitzende Knabe malt. Linksunten das Cursivzeichen mit der Jahrzahl 11125. Höhe 8 Z. Breite4 Z. 2 L. _________

4) Christus stehend, in ganzer Figur. Original-Lithographie. Romden 22. Februar iö22. 8.

5) Die Verlobung Maria. Original-Lithographie, 8.

6) Maria mit dem Kinde knicend. Original-Lithographie, gr. fol.

1571. Unbekannter Zeichner oder Maler, welcher in der zweitencsfr Hälfte des 17. Jahrhunderts in Nürnberg gelebt haben dürfte._j£> Man findet das gegebene Monogramm auf einem malerisch radirtenBlatte. In diesem zeigt sich links ein Landhaus und dessen Umfangs-mauer. Eine Zugbrücke führt über ein mit Schilfparthion besetztesWasser an das rechte Ufer hin , das beim Ausgange der Brücke mitschlanken Bäumen besetzt ist. Weiter nach hinten sieht man eineBauernwohnung, und hinter dieser düsteres Gehölz. Links vorn pro-menirt der Herr mit der Dame, und von rechts nähert sich ein Fischerdem Wasser. II. 3 Z. 9 L. Br. 5 Z. 1 L. Dieses Blatt ist in Uohberg'iUnterricht von Landgütern und Adelicher Wirthschaft. Nürnberg 1602, fol.