EAI —EAL. Nr. 1503 - 1505. 571
kommt. Ein zweites illustrirtes Lied hat den Titel: '/.um. Liebchen.Das Randbild ist von Erhardt gezeichnet und radirt, und auf diesemsteht das zweite Monogramm.
1503. Der unbekannte Meister, welcher eine Karte von SachsenFAT m ' t diesen Initialen bezeichnet hat, kommt oben unter den' " Buchstaben E A No. 1501 vor, und wir verweisen daher nurauf jenen Artikel.
Albert Emil Kirchner, Architektur- und Landschaftsmaler,geb. zu Leipzig den 12. Mai 1813,begann daselbst seine Studien mitsolchem Erfolge, dass er schonals Jüngling von 20 Jahren mit.^/8 JT>^3Q y >Lj/vN-"f'. seinen Zeichnungen und GemäldenAufsehen erregte. Im Jahre 1833 begab sich Kirchner nach München,und nach wiederholten Reisen in das bayerische Hochland, nach Tyrol,Salzburg und Italien kehrte er immer wieder nach München zurück.König Ludwig räumte seinem meisterhaften Gemälde mit der Ansichteines Theiles von Verona im glühenden Sonnenlichte in der neuenk. Pinakothek eine Stelle ein. Auch zwei Ansichten vom HeidelbergerSchlosse sind daselbst aufbewahrt. Die Werke dieses Künstlers sindzahlreich, und man muss sie zu den vorzüglichsten Leistungen derneueren deutschen Schule zählen. Er behandelte von .jeher mit grosserVorliebe die Architektur, besonders jene einer früheren Periode. NachErforderniss ist auch eine bedeutungsvolle Staffage beigefügt, welchezuweilen in die Zeit der dargestellten Denkmale nur um so tiefer ein-führt. Auf verschiedenen Gemälden, und dann auch auf Zeichmingenkommt das Monogramm des Künstlers vor, welches aber öfter nochmit dem Namen verbunden ist. In seiner frühesten Zeit formirte ersein Zeichen aus AK, wie Bd. I. No. 763 gegeben ist. Ein zweitesMonogramm auf Gemälden aus der früheren Zeit des Künstlers habenwir 1. c. No. 789 eingeschaltet.
Kirchner hat auch etliche Blätter radirt. Im ersten Hefte desMünchner Radirklubs ist die Ansicht eines gothischen Thurms, undeine Waldparthie, 4. Für das fünfte Heft lieferte er die Ansicht einerTyroler Gegend, 4. Ausserdem kennen wir eine Ansicht der Sixt-kirchenruine zu Merseburg, und eine solche eines verfallenen Klostersmit Mauern, qu. 8.
Auch mehrere Original - Lithographien finden sich von diesemKünstler. Die grosse Abendlandschaft in Kohler's Münchner Künstler-Album ist mit dem Monogramme und der Jahrzahl i(i39 bezeichnet.Andere eigenhändige Lithographien sind betitelt: Parthie aus demenglischen Garten (bei München), die Isar beim Prater, Parthie unterHarlaching, alte Stadtmauer am Einlass, Parthie bei der Maxburg, und<Ier Peterskirchhof in Salzburg, qu. fol. Auch auf lithographirtenBlättern kommt das Zeichen vor.
1505. Unbekannter Kupferstecher, welcher der altsächsischen£2f Schule angehört. Christ, Monogr.-Erkl. S. 96, gibt das Zeichen^ ohne voranstellendes E, und sagt, er habe es auf einem Bild-nisse des Herzogs Georg mit dem Barte von 1536 gefunden.Wenn diess richtig ist, so ist dasselbe Portrait zweimal vor-handen, wir glauben aber, dass Christ das Monogramm, welcheswir Bd. I. No. 802 gegeben, unvollkommen nachgebildet habe. Dergenannte Schriftsteller meint, dass der Künstler Laub oder Lauber