Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
570
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570 EA —EAD. Nr. 1500 - 1502.

1500. Zoan Andrea Vavassore, genannt Guadagnine-, Forra-. C • A Schneider in Venedig, tritt hier nur mit einem vorläufigen. (_, j\_ ' Artikel ein, indem der erste Buchstabe von denjenigen,

q a welche mit der alten Form des Buchstaben Z nicht ganzs ,J ^_/\_ vertraut sind, für E genommen werden könnte. Manfindet diese Initialen, auch mit Beifügung des D , auf den Copien derVorstellungen aus der Apokalypse von Albrecht Dürer. Sie erschienenunter folgendem Titel: Apocalipsj iesu christi etc per Alexan6.ro I'aga-nino in Venetia M.Ü.XV. Adi. Vit. d. Aprili, kl. fol.

Zoan Andrea zeichnete auch Blätter der Apokalypse / A. , unddass er unter den gegebenen Initialen seinen Namen angedeutet habe,beweist der vorkommende Name mit derselben Form des Buchstaben Z,wie in zweiter Reihe. An diese Buchstaben schliesst sich OYAADREA.

Zani, Enc. P. II. Vol. IX. p. 300, schreibt diese Holzschnitteirriger Weise dem Kupferstecher / A zu.

1501. Unbekannter Zeichner, welcher um 1620 in Sachsen thätigp a wa r. Die Initialen seines Namens findet man in folgendem Werke:

' Serenissimorum Saxoniac elcclorum et quorundam Ducum Agna-torum genuinae e/'figies aeri incisae a Wolfgango Kiliano. Augustae Vin-delieorum 1621, fol. Sie stehen auf dem in Kupfer gestochenen Blattemit dem sächsischen Wappen, welches von vier Genien umgeben, undvon einem fünften gestützt wird, lieber dem Wappen schwebt dieTaube des heil. Geistes, und unten am linken Postamente stehen dieNamensbuchstaben. Die genannte Bildnisssammlung erschien zuerst1601, mit der Adresse: Aug. Kind, ex coelatura et officina Dom. Cus-todis W. Kilian veranstaltete die zweite Auflage, und fügte das Bild-niss des Churfürstcn August II. , nebst' der Karte von Sachsen bei.Letztere ist in einer Einfassung von Füllhornern, und oben haltenzwei Genien mit den Churschwertern eine Schrifttafel: Saxoniae. Thu-ringae Misniae Tabella. Unter der Karte steht im Cartouche: Albis etSola —, und zu den Seiten sind die Flussgötter der Elbe und Säle.Auf der Schaufel des einen sind die Buchstaben E A. I., welche sichebenfalls auf unsern Künstler beziehen.

Wenn dieser Meister E A schon für Dom. Custos Zeichnungenzum Stiche der Bildnisse geliefert hat, so könnten wir an Elias Altdenken, welcher als Zeichner und Bildnissmaler Ruf hatte. Er zeich-nete die Portraite der Tübinger Professoren zum Holzschnitte fürErh. Cellii lmagines Professorum Tubingensium. — Tubingae 1506, 4.Es wäre wohl möglich , dass Dom. Custos Zeichnungen zu den Bild-nissen sächsischer Fürsten von ihm erhalten habe. Der Künstlermüsste aber noch 1621 gelebt haben, da in der älteren Ausgabe dassächsische Wappen und die Karte nicht vorkommen.

1502. Adolph Erhardt, Historienmaler und Professor an derTE) k. Akademie in Dresden , ist schon unter dem Mono-

-'iR^- gramm AE Bd. I. No. 465 und No. 2548 eingeführt, und-läjLs^- daher bemerken wir mit Bezugnahme auf jene Artikelnur noch, dass die gegebenen Zeichen auf Radirungcn in folgendemWerke vorkommen : Lieder eines Malers (Robert Reinick) mit Randzeich-nungen seiner Freunde. Düsseldorf 1630. Das grössere Monogramm,welches wie das andere aus den Buchstaben EAD zusammengesetzt ist,steht auf der Randverzierung zum Gedichte: Die Wassernixe. DieRadirung ist von Eduard Steinbrück, dessen Zeichen ebenfalls vor-