566 E. Nr. 1489 — 1490.
weniger als für J. van Eyck spricht, wie bereits Brulliot, welcher aufBüsching's Artikel recurrirt, bemerkt. Es fragt sich aber noch, obdas gegebene Zeichen im Ornamente ganz genau ins Auge gefasstwurde, so dass vielleicht durch die Bauchungen auch noch Vertikal-linien gehen, oder gingen. In der zweiten Hälfte des erwähnten Jahr-hunderts kommt der Buchstabe M auch in der Form des zweitenZeichens vor, und in diesem Falle hätte vielleicht Hans Mcmling seinenNamen angedeutet. Die Lesart Hemling ist jetzt nicht mehr zu halten,wie wir unter dem II ähnlichen Buchstaben M darthun werden. Dasanscheinlich horizontal gestellte E geben wir nach einem Facsimiledes Herrn Passavant. Dass das zweite Zeichen allenfalls für M zunehmen wäre, beweiset die Aufschrift eines Gemäldes von Jan Mostaertoder Quintin Messis in der kgl. Galleric im Haag. Ein Facsimile desBuchstaben M siehe Catalogue du Mute« d' Anvers (1850) p. 69.
1489. Eugene Lanie soll nach Brulliot II. No. 674 Gemälde mitmilitärischen Scenen, Pferden und Costümen auf solche Weisebezeichnet haben. Der genannte Schriftsteller zählte den Künstler1833 zu den Zeitgenossen , gesteht aber, nie ein Bild von ihmgesehen zu haben, da ihm die Notiz von zweiter Hand zukam.
Es handelt sich sicher um Louis Eugöne Lami von Paris, welcherdem Baron Gros und H. Vernet seine Ausbildung verdankt. Er istdurch Schlachtbilder und andere militärische Scenen bekannt. Jazetstach nach ihm Napoleon in Montereau, fol. Dann lieferte Lami auchviele Zeichnungen zur Illustration von Ausgaben des Gil. Blas, DonQuixote, Walter Scott &c. Zu den neuesten Werken dieser Art ge-hören die Fahles, Anecdotes et Contei par Charles Desains. Paris 1050.und Tableau de I'aris. par Edmond Texier. 2 Voll. Paris 1053. Aufseinen früheren Reisen in England, Schottland, Italien u. s. w. fertigteer eine grosse Anzahl von Zeichnungen, deren er mit dem Reisebe-richte durch die Lithographie bekannt machte. Auf der allgemeinenPariser Kunstausstellung 1855 sah man von ihm die Schlacht an derAlma, welche er im Auftrage des Kaisers gemalt hatte. Lami waralso auch in der Krim. Wenn der Künstler je Gemälde, oder Aqua-rellen, deren er viele ausführte, mit dem Buchstaben E bezeichnet hat,so dürften sie nur aus seiner früheren Zeit stammen. Lami trat 1824auf, und pflegte von jeher das Gebiet der Schlachtenmalerei, aberohne das übrige Genre auszuschliessen. Wir glauben aber, ihn voneinem anderen Eugene Lamy unterscheiden zu müssen. Ein Künstlerdieses Namens war um 1820 in Brüssel Schüler von F. J. Navez, undwird im Dictionnaire des hommes des lettres etc. de la Belgique. Bruxelles1037, zu den in Brüssel lebenden Künstlern gezählt. Er malte his-torische und mythologische Vorstellungen, deren von dem Schlachten-maler E. Lami nicht bekannt sind. Auch wird dieser Künstler zu denParisern gezählt.
1490. Elektrlne Stnntz findet hier nur einen vorläufigen Artikel,da auf ihren Gemälden und Zeichnungen gewöhnlich ein aus E F.bestehendes Monogramm mit dem Beisatze geb. St. vorkommt.
Sie war die Gattin des Baron von Freyberg, pflegte aber fortan mitaller Liebe die Kunst. Der Buchstabe E in obiger Form steht aufeinem lithographirten Blatte, welches die Vermählnng der hl. Jungfrauvorstellt, nur in drei Figuren, 8. Eine ähnliche Lithographie gibt diehalbe Figur einer Heiligen nach Justus von Padua, 8. Unter demMonogramme E F. geb. St. werden wir auf diese Künstlerin zurück-kommen.
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