Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
541
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DVB. Nr. 1417—1421. 541

sich die Zahl derselben auf 22 belaufe. Wir kennen nur zwei ächteBlätter, welche mit dem Monogramme bezeichnet sind. Auf Stichennach diesem Meister stehen die Initialen 11 V H.

1) Eine Bettlerin mit zwei Kindern. Sie steht rechts mit einemKorbe, und ein Kind auf dem rechten Arme tragend. Links läuft einKnabe neben her, indem er sich an dem Bande hält, welches dasWeib um den Leib befestiget hat. Links erhebt sich auch ein Baum,dessen Aeste bis an den Band, und nach rechts hineinreichen. ImHintergründe bemerkt man ein Dorf, und einen Mann mit dem Stockeauf der Achsel, welcher mit dem Weibe in der Thnröffnung spricht.Unten rechts ist das Zeichen, und am Steine gegen links steht dieJahrzahl iß«4. II. 4 Z. 5 L. Br. 2 Z. 9 L.

2) Der Knabe, welcher auf dem Baume ein Vogelnest ausnimmt.Zwei Bauern beobachten ihn aufmerksam, während ein anderer Knabedem einen der Männer die Tasche leert. Rechts sitzt am Fusse desBaumes ein Weib mit dem Säugling an der Brust, und daneben spieltein Knabe mit dem Hundn. Unten links auf einem Bande : Die dennest weet die weihen, maer die hem rooft die heeften. Dann folgt dasZeichen des Künstlers, und rechts daneben steht iOOti. H. 9 Z. 7 L.Br. 12 Z. 10 L.

1417. Hendrick van der Borcht, welcher im ersten Bande No. 412eine Stelle behauptet, soll Kupferstiche mit diesem Monogrammebezeichnet haben. Es lebten zwei Künstler dieses Namens.

1418. Unbekannter Kupferstecher oder Goldschmied, welcher in_j\r ,, Deutschland thätig war. Sein Zeichen findet man rechtsJ^tB /Job. oben auf einem mittelmässigen Blatte, welches die Fortunavorstellt, in Copie nach II. S. Beham, dessen Monogramm links obensteht. II. 3 Z. Br. 1 Z. 10 L.

Auf dieses Blatt macht Brulliot I. No. 878 aufmerksam.

1419. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälftets"\ö des 16- Jahrhunderts in Holland lebte, und vielleicht einem~ *» geistlichen Institute angehörte. Auf der Bibliothek in Lüttichist eine ganze Reihe von Handschriften, welche aus dem KlosterSt. Trudo stammen, und in vielen sind Kupferstiche eingeklebt, derenausserdem nur höchst selteu, oder gar nicht vorkommen. Uebcr einBlatt mit dem obigen Zeichen haben wir durch Herrn Direktor Passa-vant Kunde. Es stellt die heil. Catharina vor, und einen zu ihrenFüssen liegenden König. Oben in der Architektur ist ein Medaillon,in welchem die Enthauptung der Heiligen vorgestellt ist. Unten rechtsbemerkt man das Monogramm.

1420. D. van Bonhoorst, auch Bonhoort und Banhoorst,

DA ZD gehört zu denjenigen holländischen Malern, deren Namen• \/_J die Kunstgeschichte nicht eingetragen hat. Er malte um/Of + r\ 1630-1640 Portraitc und Genrebilder. Das MonogrammJ J \rS allein kommt selten vor, doch sind auch die Gemälde mit**-^' / ^J dem damit verbundenen Namen leicht gezählt.

1421. Daniel van Bremden, Zeichner und Kupferstecher, war um/Ti 1630—50 in Haag thätig. Er lieferte mehrere Blätter zur( E Illustration der Werke des Malers Adrian van der Venne,

^ | deren wir im Künstler-Lcxicon erwähnt haben. Dann findetCÄ'A^S man auc ' 1 Bildnisse nach Zeichnungen von holländischen■^VO l<[ Meistern. Darunter ist auch jenes des A. van der Venne.Auf einigen Blättern dieses Meisters kommen die gegebenen Mono-gramme vor.