Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
539
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DV. Nr. 1409- 1413. 539

Folgendes Blatt beweist, dass van Star den Formschnitt berück-sichtigt habe, und somit können auch die erwähnten Blätter von ihmoder nach seinen Zeichnungen geschnitten worden seyn , obgleich dasZeichen desselben fehlt.

23) Das Innere eines Gebäudes mit einer Gallerie, in welcherviele Figuren von Männern und Frauen beisammen sind. Unten gegendie Mitte D* V, und links 1526.

Ein Blatt dieser Art bcsass Ottley, und es wurde bei der Auktionder Sammlung mit 2 £ 5 Sh. bezahlt. Die Angabe der Grösse fehltim Catalog, so wie die Beschreibung dürftig ist. Wir wissen nur vondiesem einzigen Exemplare. Auch die beiden vorhergehenden Blättersind nur bei Weigel beschrieben.

1409. Dionlslo Valesl, Kupferstecher, war um 1730—1750 inrj |/ t r ..i n Parma thätig. Man findet mehrere grosse Blätter von

sewtp. 8c j ner u a nd, auf welchen gewöhnlich der Name steht.Nur kleine Stiche sind mit D. V. bezeichnet, wie ein Blatt nach PietroRotari, mit der Inschrift: S. Franciscus Fralrum Minorum Instilulor.P. R. pinx. U. V. sculp., 4.

1410. Unbekannter Formschneider, welcher in der ersten HälfteT") \r des 17. Jahrhunderts in Lyon thätig war. Er ist vielleicht

■ ein Nachkömmling des Buchhändlers Anton Youllant, welchernach Papillon's Versicherung ebenfalls Formsehnoider war. Man findetVignetten , welche mit den Initialen seines Namens bezeichnet sind.Sie kommen in Druckwerken vor. Eine solche mit Schnörkelwerk undGuirlanden ist auf dem Titel zu : Rccreations miilhematiqucs. A Lyon,CT Prost 16b3, 8. Auch die Memoire» von de Saulx sind mit solchenVignetten geziert, fol.

1411. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 17. Jahrhundert~£) \J in Italien thätig war. Man findet eine schöne Vignette,

' welche zwei am Fusse eines Bamnes sitzende Genien vor-stellt. Sie greifen nach der Bandrolle, welche ein anderer von obenherab mit beiden Händen hält. Ueber der Schrift auf der Rolle:L'hide coronat. , steht die Jahrzahl 16hlj. Links unten in der Eckebemerkt man die Buchstaben D. V., 12.

1412. Peter Simon Benjamin Duvlvier oder Du Vivier, Stempel-D. V. \ Schneider, ist oben unter der Abbreviatur DUV. eingeführt,"[") V I unc * ( ' ort ' st au Bc^S 4 1 dass man auf Münzen und Me-

• J daillen die Buchstaben ü V. finde. Der genannte Künstlerlebte von 1730—1817. Wenn sich aber eine Medaille mit einemfrüheren Datum als 1755 findet, so ist sie von Jean du Vivier, demVater, welcher 1761 starb.

1413. Jean Gulllaume du Vivler, Kupferstecher, war um 17050 V^ f bis 1745 in Lüttich thätig. Man verwechselt ihn zu--Ti /7 / ' we '' en m '* ^ em Medailleur Jean du Vivier, welcher 1761■"V* in Paris starb. Unser Künstler mag ebenfalls Graveurgewesen seyn, er scheint aber Lflttich nicht vorlassen zu haben. Aufetlichen seiner grösseren Blätter steht: Gul. du Vivier fecit Leodii.Auch J. du Vivier sc. steht auf Radirungen und Stichen dieses Meisters,und desswegen verfiel man wohl auf den berühmten Medailleur Jeandu Vivier, welcher viele Jahre in Paris thätig war.