DV. Nr. 1408. 537
Bartsch P. gr. VIII. p. 26 ff. beschreibt 19 Kupferstiche von derHand dieses Meisters, welche alle mit I) * V bezeichnet, und von 1522bis 1544 datirt sind. Brulliot II. No. 2825 gibt ausser den Buch-staben l). V. mit dein Stern auch noch ein sprechendes Zeichen , in-dem aus dem Sterne zwischen den beiden Buchstaben ein Vogel ge-worden ist. Heller, Monogr.-Lexicon S. 112, fügt dasselbe ebenfallsbei, trennt es aber von D* V. Die Quelle fliesst in Apin's Anleitung,Bildnisse berühmter Männer zu sammeln. Dieser Schriftsteller nenntden Künstler van der Staren, und aus dem etwas weitgezogenen Sternmit der Jahrzahl t6&4 über I) V machte er einen Vogel, welchen seinNachfolger Christ, Monogr. - Erklärung S. 169, Staar (Stunuim) nennt.Anderseits deutet aber Christ die Buchstaben l) V mit dem Sternedoch wieder auf einen Dietrich von Stern , wohl wissend, dass dasholländische Star nicht einen Vogel, sondern im Deutschen Stern be-deute. Apin will unter den Initialen I). V. mit dem Stern einen DavidVnger erkennen, was auch Heller nachschrieb, ohne jedoch diese ganzunbegründete Angabe zu adoptiron. Stcllwag , Monogr. - Lex. XXVI.No. 848, setzt erst der Geschichte die Krone auf, wenn er den MeisterD* V mit Zacharias Dolondo idontiricirt. Diejenigen, welche einenD. Verster oder Verstere annehmen , haben noch einen guten Grund,indem Star und Ster dieselbe Bedeutung (Stern) haben, und die frühereOrthographie auch Verster statt van Ster zulässt.
Die Kupferstiche des Meisters D*V.
Da diese Blätter im Pcintre - graveur, und auch im Künstlor-Lexicon XVII. S. 221 ff. beschrieben sind, so müssen wir uns hierkurz fassen. Es fehlt aber nicht an Zusätzen, so dass das Verzeich-niss im Lexicon ergänzt wird.
1) Eva mit dem kleinen Cain, einen Apfel in der erhobenen linkenHand haltend. Links unten 1522, in der Mitte l)*V, und rechtsAG 19 (19. August). II. 2 Z. 1 L. Br. 1 Z. 6 L.
2) Die Sündfiuth , figurenreiche Composition. Im Vorgrunde amSteine D* V mit 15M. H. 10 Z. 5 L. Br. 14 Z. 6 L. — AuktionOttley 4 £ 18 SA.
3) Christus beruft den Petrus und Andreas zum Apostelainte.Unten in der Mitte über einem Steine D * V, und an letztcrem 152:i.MliY 30. Am Schiffe wiederholt sich das Zeichen, was Bartsch nichtbemerkte. II. 5 Z. 6 L. Br. 4 Z. 2 L.
4) St. Petrus auf der See, wie ihm Christus die Hand reicht.Rechts oben: 1525 DES. 30. An der Fischerbarke 1) * V. Höhe5 Z. 8 L. Br. 4 Z. 1 L.
5) Christus vom Teufel versucht. Unten 1525. D * V. APRIL. ILH. 4 Z. 2 L. Br. 2 Z. 10 L.
6) Christus bei der Samariterin am Brunnen. In der Mitte untenam Steine I) * V, und in der Mitte oben 1523. H. 4 Z. Br. 2 Z. 11 L.
T Die hl. Jungfrau mit dem Kinde und St. Anna im Zimmer.!" der Mitte unten D* V, links 1522, rechts 1) C 31. II. 2 Z. 9 L.Er 1 Z. 10 L.
8) St. Bernhard vor der Madonna mit dem Kinde knicend. Rechtsunten an einem kleinen Steine l)*V, in der Mitte 152't Ott. 3.H. 6 Z. 4 L. Br. 4 Z. 6 L.
9) St. Lukas im Begriffe, die hl. Jungfrau mit dem Kinde zu malen.Links vorn D* V, in der Mitte 152(1. li\ IVLL 20. II. 6 Z. 3 L.Br- 4 Z. 6 L.