DT F. Nr. 1398 — 1400. 533
des Künstlers: D. Teniers inv. et exe. cum privilef/io. Diese Radirungensind aber wohl dem allcrgrössten Theile nach von fremder Hand. Einegenaue Ausscheidung der mit den Initialen I) T bezeichneten Blätterist uns nicht möglich , und wir verweisen daher auf das Künstler-Lexicon. In Catalogen und in anderen betreffenden Werken sind ge-wöhnlich nur die Buchstaben D T. angegeben, diese können aber auchzum Monogramme verbunden seyn.
1398. C. W. E. Dietrich, Maler und Radirer, behauptet unter(T)f-p den Initialen C. W. E. D. eine ausführliche Stelle , und daher
•^ J • bemerken wir hier nur, dass man die gegebenen Buchstabenauf einem radirten Blatte in Everdingen's Manier finde. In einer Land-schaft bemerkt man zwei ganz von Holz gebaute Häuser an einem denganzen Vorgrund einnehmenden Wasser, über welches eine Brückeführt, von der nur ein Theil am rechten Plattcnrande sichtbar ist.Links dos vordersten jener Häuser ist ein Bretterzaun, hinter welchemman einen runden Schuppen und viele Bäume sieht. Im Grunde rechtssind hohe Berge, und ein Holzzaun. Links vorn steht auf dem Fels-blocke ein in den Plattenrand reichender Baum, und im Kahne aufdem Wasser sitzt ein Mann. Oben rechts in der Ecke Dt. f. Höhe3 Z. 3 L. Br. 5 Z. 5 L.
Dieses Blatt beschreibt Link No. 132, und bemerkt, dass dieseltene gegenseitige Copie in Oval selbst von Kennern für Originalgehalten wurde.
I. Aetzdruck vor vielen Ueberarbeitungen. Die Lichtseite desFelsblockes rechts, sowie des Kahnes, ist ganz weiss. Der aufletzterem befindliche Mann, und der vorderste der schwimmen-den Holzstämmc sind ohne die zweite Strichlage. Sehr selten.
II. Von neuem überradirt, und vollendet. Links mit doppelter Ein-• fassung. Selten.
III. Die früher etwas ungeraden Plattenränder sind rectificirt undschmäler, und die Doppellinion links sind nicht mehr sichtbar.Oben gegen rechts No. 42.
IV. Ohne diese Nummer.
1399. Dominik Trese, Maler von Lüneburg, war in der zweitenT\ / I 1 Hälfte des 16. Jahrhunderts thätig. Auf dem Rath-J J H hause daselbst sind Gemälde von seiner Hand, welche*^— ' -*- • aber einen mittelmiissigcn Künstler verratben. Er malteBildnisse und historische Vorstellungen.
1400. Domenico Fellegrini, genannt Tibaldi, Maler, Architekt*T-t und Kupferstecher, geb. zu Bologna 1541, gest. daselbst 1583.
/7y) Weniger durch Gemälde, als durch architektonische Werketw-w berühmt, hintorlicss er auch eine Anzahl von Kupferstichen,'■*'• -C • -an welchen Agostino Carracci Theil hat. Tibaldi war derMeister dieses Künstlers , Carracci hatte aber selbst wieder Einflussau f die Stichweise des Tibaldi. Man glaubt, dass dieser Künstlery iele Blätter für ihn gestochen habe, so dass Tibaldi als der Verlegerderselben zu betrachten ist. Bartsch P. gr. XVIII. p. 10 ff. beschreibtn «r neun eigenhändige Blätter unsers Meisters, und darunter sinddrei mit dessen Namen bezeichnet. Das gegebene Monogramm stehtauf einem Blatte mit der Stigmatisation des hl. Franz nach H. Muziano,B. No. 4. Tibaldi erscheint damit als Copist, indem er die Figur auseinem Kupferstiche des Cornel Cort von 1568, und die Landschaft auseinem solchen von 1567 entnahm. IL 15 Z. Br. 19 Z. 10 L.