Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
530
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530 DT. Nr. 1392.

seiner Darstellungen — aufträgt. Die Bezeichnung der Werke der beidenTeniers ist dieselbe, indem beide D. TENIERS F. oder FEC. schrieben,öfter mit Weglassung der Jahrzahl. Das Monogramm kommt seltenervor, und man muss unterscheiden können, ob ein Bild dieser Art vondem älteren, oder dem jüngeren Teniers herrühre. Der Sohn bedientesich desselben häufiger, ziemlich in der Form unsere ersten Zeichens,und dann auch mit Beifügung des Buchstaben F. Beide Monogrammekommen auch auf Kupferstichen und Radirungeu vor, öfters auf solchennach und von Teniers jun. Ucber mehrere radirte Blätter herrschtaber eine grosse Ungewissheit, da nicht allein die beiden Teniers fastin demselben Geiste radirten , sondern auch einige Zeitgenossen, wiez. B. Coryn Boel, nach ihnen arbeiteten, was aber Alles unmittelbarfür das Werk des jüngeren Teniers gehalten wird. Auf solchen Blätternkommen zuweilen die kleineren Monogramme, auch in Verbindung mitF vor. Ein anderer Thcil dieser Blätter ist mit den Initialen D T.bezeichnet, allein auch unter diesen könnte für Teniers sen. auszu-scheiden seyn. Letzterer starb zu Antwerpen 1649.

David Teniers jun. wurde 1610 zu Antwerpen geboren, undmachte anfangs mit seinen Bauern wenig Glück. Doch nahm ihn schon1632 die Confraternität zum hl. Lukas als freien Meister auf. Seinefrühesten Werke fallen daher gegen 1632, in die Zeit der noch vollenKraft des Vaters , in dessen, sowie in A. Brouwer's Weise er damalsmalte. Später erfreute er sich des Rathes des P. P. Rubens, und vondieser Zeit an datiren seine Hauptwerke, deren wir im Künstlcr-Lexicon XVIII. S. 195 in grosser Anzahl erwähnt haben. Auch 52 ra-dirte Blätter haben wir verzeichnet, was aber davon zu halten ist, istoben bemerkt. Die Ausscheidung derjenigen, welche wirklich von seinerHand herrühren, wäre von grosser Schwierigkeit, und würde bei denbestehenden Ansichten nie allgemein anerkannt werden , da fast allefür Arbeiten des jüngeren Teniers gelten. Auf einigen Blättern stehtdas Monogramm, auf anderen Blättern kommen die Initialen D. T. vor.Ueber die Bezeichnung der Gemälde und Radirungen der beidenTeniers ist aber schon oben gehandelt. Der jüngere Teniers verlebtedie längste Zeit auf einem Schlosse im Dorfe Perk zwischen Mechelnund Vilvorde. Er wurde 1694 auch in Perk begraben.

Drost van Terlee wird zu den Schülern Rembrandt's gezählt.Nach Houuracken's Versicherung malte er historische Vorstellungen,und in einem besseren Geschinacke , als der genannte Meister. EinGemälde mit einem der obigen Zeichen kennen wir nicht, und es wirdauch anderwärts keines erwähnt. Sollte indessen ein solches vor-kommen , so wird die Richtung des Rembrandt für D. van Terlee ent-scheiden , da die beiden Teniers derselben nicht angehören. Wirkönnen diesem Künstler nur ein radirtes Blatt zuschreiben, auf welchemaber das Monogramm D T. mit dem F. vorkommt. D. van Terlee starbzu Dortrecht 1687 im 51. Jahre.

Theodor Dalens malte Landschaften mit Figuren und Thieren,und brachte auch Architektur an. Seine Bilder haben mit jenen desD. Teniers nichts gemein, und wenn daher Landschaften mit einemähnlichen Monogramme vorkommen, so wird man sie weder dem DavidTeniers , noch dem D. van Terlee zuschreiben. Es fragt sich abernoch, welcher Dalens gemeint sei. Brulliot I. No. 1697 spricht vonTh. Dalens dem Sohne, und lässt diesen 1688 im 29. Jahre sterben.Diess ist das Alter des Vaters, und der Sohn wurde im Sterbejahredesselben geboren. Beide malten Landschaften mit Architektur, Fi-guren und Thieren. Dalens der Sohn starb 1753 im 65. Jahre.