Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
516
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516 DR. Nr. 1338 — 1341.

1338. Dominicas Rottenhammer, der Sohn des bekannten MalersT) 15 Johann Rottenhnnimcr von München , malte meisterhaft in

' Miniatur. Man findet ungemein malerisch und reich mit Goldausgemalte Kupferstiche und colorirte Zeichnungen von seiner Hand.Er schrieb immer die Buchstaben ü. R. bei. In der v. Derschau'schenSammlung waren mehrere Prachtblätter dieser Art, es ist aber nichtangegeben, dass sie von D. Rottenhammer gemalt seien. Darunter sinddrei Kupferstiche nach Johann Rottenhammer, die Geburt Christi, dieHimmelfahrt Christi und die Verkündigung Maria, gestochen vonL. Kilian und R. Sadaler , fol. Auch colorirte Stiche nach Bassano,Ligozzi, J. Heintz, M. de Vos, P. Candito u. A. kommen vor. Dom.Rottenhammer war um 1612— 1640 thätig.

1339. Unbekannter Zeichner und Maler, welcher in der zweitenTl T{ -T>T3 • Hälfte des 16. Jahrhunderts zu Zürich, oder in BaseliJJVV VK; thätig war. Er ist Eine Person mit dem MonogrammistenD R. No. 1328, und wir verweisen daher im Uebrigen auf jenen Artikel.Die Buchstaben V. R. findet man auf Holzschnitten in S. Münster'«Cosmographey von 1580 ff.

1) Die Ansicht von Strassburg. Links unten D.R., und weiterhin FO. H. 3 Z. 11 L. Br. 11 Z. 8 L.

Der Monogrammist FO, ist Formschneider, und somit kann unserD. R. nur die Zeichnung geliefert haben.

2) Der Plan von Babylon in Vogelansicht. Rechts unten ü. R.H. 8 Z. 9 L. Br. 14 Z. 6 L.

3) Die Ansicht von Cairo in ähnlicher Vorstellung. Rechts untenD. R. II. 8 Z. 9 L. Br. 14 Z. 6 L.

Der frühere Abdruck befindet sich in Nicolaus Höniger's Hof-haltung des Türkischen Kaisers. Basel /.570, fol.

1340. David Redinger, Formschneider und Radirer, war in derD./^_ . ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Basel thätig. Er ver-v-a- dient als Xylograph Beachtung, seine radirten Blätter sindaber ohne Werth. Die Holzschnitte bestehen meistens in Vignetten,doch schnitt er auch etliche Bildnisse, wie jenes des Malers J. Bul-linger &c. In La Hode's Hisloire de la Vie et du Ri<gne de Louis XIV.A Francfort et Basle 1740i sind mehrere Vignetten und Initialen,welche mit D. R. , oder dem Namen bezeichnet sind. Das genannteWerk besteht in vier Bänden, 4. Eine andere, mit den grösseren Buch-staben bezeichnete Vignette stellt eine Buchdrucker - Werkstatt vor.In der Mitte sitzt eine weihliche Figur mit dem Basler Wappenschilde,und auf dem Papierbogen eines Arbeiters steht: Ars Artium Conser-vatrix. II. 2 Z. 3 L. Br. 6 Z. 8 L. Diese Vignette kommt in unsunbekannten Druckwerken vor. Zum Ueberflusse machen wir nochauf einen mit D. R. bezeichneten Anschlagzettel aufmerksam , welcherdas Publikum auf equilibristischc Kunststücke aufmerksam machte. Inder Mitte lässt der fahrende Künstler einen Knaben auf der Leiterbalanciren, und über den beiden posaunenden Engeln steht auf demBande: Sans paraüle. Der Holzschnitt ist mit sicherer Hand ausge-führt, aber gering in der Zeichnung. II. 4 Z. 6 L. Br. 7 Z. 3 L.

1341. Marguerite Louise Amelie Delorme ■ Ronceray radirte int-\ n der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu Paris einige Blätter,^' deren mit D R bezeichnet sind, wie eine Ansicht des Thurmcsvon I'almcrana nach Cochin le fils. Husch radirt ist ein Blatt mit demKopfe des hl. Paulus nach J. B. M. Pierre, und einem den Pfeil ab-schicssenden Amor nach Edm. Bouchardon.