Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
510
Einzelbild herunterladen
 

B v B-y

510 DPF —DQ. Nr. 1320-1323.

merklich verschieden ist. Er würde aber noch grösseren Zweifel aus-gesprochen haben , wenn er bemerkt hätte, dass 1). P. 1. statt ü. P. F.auf dem Blattß stehe. Bartsch , und nach ihm Brulliot, behauptennämlich, dasselbo sei mit den Initialen 1). P. F. bezeichnet.

1320. Domenico Peruzzini behauptet oben unter /). 1\ No. 1312Y) p p p eine ausführliche Stelle, und wir tragen daher hier nur

* nach, dass ein von Bartsch XXI. p. 139 No. 6 beschrie-benes radirtes Blatt rechts oben mit den gegebenen Initialen bezeichnetist. Es stellt den Zug des Heilandes mit dem Kreuze nach Golgathavor. Kund, Durchmesser 3 Z. 10 L. Bartsch nimmt keinen Anstand,dieses Blatt dem Peruzzini zuzuschreiben, obgleich er nicht genau be-stimmen kann, ob der Künstler in Ancona oder Pesaro geboren wordensei. In letzterem Eallc ist Dom. Peruzzini Pesarese F'ece zu lesen.

1321. Beerstraten wird in der Gallcrie des Fürsten von Lichten-stein in Wien der Verfertiger eines Gemäldesgenannt, auf welchem das gegebene Zeichenvorkommt. Es stellt einen Fischer vor , wie

er in seiner Kammer betet. Ein D. P. v. Beerstraten ist nicht bekannt,und daher wird die Erklärung des Monogramms nicht richtig seyn.Man weiss nur von einem Landschaftsmaler J. Becrestratcn, und Arnoldvan Beerestraten ist im ersten Bande No. 2583 eingeführt.

1322. Dietrich Philipp Zachau, Münzmeister in Lübeck umt\ p 7 1758 — 1769, zeichnete Münzgepräge mit den Initialen des

' Namens. Medailleur war er nicht.

1323. Domenico Quaglio. Architckturmaler und Radirer, geb. zu(-tw r München 1787, gest. daselbst 1837. Ucber die Familie

J^, / JX}L-?'. Qmglw 1 , welche aus Laino in Ober-Italien stammt,J& 35. Qi^f. haben wir im Künstler - Lexicon XII. S. 135—148-f' authentische Nachrichten gegeben, und unter den vielenMitgliedern derselben nimmt Domenico unstreitig die erste Stelle ein.Seine Gemälde sind zahlreich, und Meisterwerke ihrer Art, wodurchaber nicht gesagt seyn soll, dass die neuere Bautenmalerei nicht nochVorzüglicheres geleistet habe , besonders in Hinsicht auf malerischenEffekt, und Bravour der Technik. Quaglio's Ansichten sind aber ge-treue Abbilder der vorhandenen Bauwerke und vollendet vom Krag-stein bis zur Thurmspitze. Sowohl auf Gemälden, als auf Zeichnungenfindet man das Monogramm des Meisters, noch öfter aber in Verbin-dung mit dem Namen. Eine zweite Abtheilung bilden die Litho-graphien und Kadirungen des Künstlers. Seine frühesten litho-graphischen Versuche in München fallen um 1810 , sie zeichnen sichaber bereits durch Sicherheit in der Behandlung der Kreide vorvielen anderen Blättern damaliger Zeit aus. Sie bestehen meistens inInterioren mit Staffage , und sind als Originalstudien der vollen Be-achtung worth. Auch auf solchen Blättern findet man das Monogrammdes Künstlers , sowie auf Kadirungen. Letztere sind sehr geistreichbehandelt, und bestehen meistens in Landschaften mit Architektur.Das Monogramm allein kommt nur auf wenigen Blättern vor , indemes gewöhnlich mit dem Namen verbunden ist. Im Künstler - Lexiconhaben wir 47 Blätter verzeichnet, so ziemlich das ganze Werk. MehrereRadirungen gehören zu den Seltenheiten, es wurden aber im Allge-meinen nicht sehr viele Abdrücke gemacht. Quaglio liess häufig Plattenzum weiteren Gebrauche abschleifen, da er nur Studien vervielfältigenwollte. Ziemlich häutig sind die Ansichten merkwürdiger Gebäude in