Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
507
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DP. Nr. 1313. 507

1) [B. No. 1] Die hl. Jungfrau mit dem Kinde auf dem Sclinosse,und St. Joseph. Halbe Figuren. Links oben D. P. 16G1. Sehr leichtund geistreich radirt. H. 3 Z. 2 L. Br. 2 Z. 3 L.

2) [B. No. 2] Die hl. Jungfrau mit dem Kinde auf dem Schoosse,wie sie dasselbe mit dem linken Arme umschlingt. Rechts im Grundepflückt Joseph Früchte vom Baume. Am Stamme des letzteren D. P.iaei. II. 3 Z. 5 L. Br. 2 Z. 7 L.

3) Die hl. Familie, äusserst seltenes Blatt.

R. Ford gibt in seinem Werke: Twelfe Etchings aßer Drawingsand Entjravings by Parmigianino elc. etc London 1032, ein Fucsimilc,und zwar nach dem bis dahin einzig bekannten Kxcmplaro bei Mr. Clarke.Ford's Werk stand uns nicht zu Gebot, und daher können wir keinegenaue Beschreibung geben. Bei Bartsch fehlt, das Blatt.

4) [B. No. 3] Christus in der Wüste vom Teufel versucht. Letz-terer erscheint unter der Gestalt eines alten Mannes mit einem Steinein der Hand. Links unten D. P. I(M2. H. 10 Z. 10 L. Br. 8 Z. 9 L.

Im Catalogo di una raccolta di stampe, compilala dullo MarcheseMalaspina di Sannazaro II. p. 549 wird diese Composition dem Dom.Piola zugeschrieben, und als Stecher Giuseppe Testana genannt. BeideKünstler sind für 1642 zu jung.

5) [B. No. 7] Die Ermordung eines im Bette liegenden Mannesdurch drei Soldaten. Links steht ein Ungar mit dem kaiserlichenWappenschilde. In der Mitte oben D. P. 4040. Höhe u. Breite 5 Z.

6 — 9. Eine Folge von vier Landschaften. Höhe 3 Z. Breite4 Z. 10 L.

6) Der Mann mit Helm und Schild, welcher sich einem nackten"eibe nähert. In der Mitte unten I). P. f. Anconae.

. 7) Der Jüngling, welcher den Namen der Geliebten in die Baum-rinde schneidet. Links unten DP.

8) Der Faun im Begriffe den Baum auszureissen. Rechts unten D.P.

9) Die zwei Jäger, der eine auf dem Boden liegend. In derMitte unten D P.

Wir zählen hier nur die Blätter auf, welche mit den Buch-staben D p belehnet s j m ]. gj, Radiruhg mit der hl. Familie und° l - Anton von Padua, B. No. 5, kommt unter der Abbreviatur Dom.'"Per.»«* Vf)r Jcne (lcs M Anton vor ,j em Altäre, B. No. 6, ist unterVom. />. F beschrieben, und auf die Krcuzschlcppung, B. No. 4,kommen wir unter D. P. P. F. zurück. Das Blatt mit dein büssendenSt. Hieronymus, B. No. 12, ist D.P.I. bezeichnet, nicht D.P. F., wieBartsch angibt.

1313. Unbekannter Goldschmied, welcher in Nürnberg lebte, oder• r*/ö (TT»*. CT -O " daselbst seine Lehrzeit erstand. Die gegebenen(->(_'vJL* T. * vAl Initialen fand Bärner auf einem seltenen, ab«*schlechtem Blilttchon., welches einen Gärtner vorstellt, der vor demblätterlosen Baume kniet. Oben ist ein Zettel mit der Schrift: Ks ihut<*<"• da Pflantz etc. H. 2 Z. 7 L. Br. 2 Z.

Blatten dieser Art wurden in der Lade niedergelegt, da sie zurProbe in der Gravirkunst eingereicht werden mussten. Wir hattenschon öfter Gelegenheit, solche Kunstprodukte aufzuzählen.