Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
499
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DOM.' Nr. 1285 - 1288. 499

1285. DomeniCO Zampieri, genannt Domenichino, zeichneten n0 | selbst nie auf solche Weise, sondern zuweilen einervornt. muen. dnl . vidr]1 K- U11 f ers tccher, welche nach Gemäldenund Zeichnungen des Meisters Blätter geliefert haben. Man findet dieseAbbreviatur auf einem anonymen Blatte mit St. Hieronymus in derWüste, welcher knieend nach der Erscheinung des Engels blickt. Eshandelt sich um eine Corde nach Pietro dcl Po, fol.

1286. Domenico Feti, genannt Domenieo Mantuano, machteDOM F s ' cl1 ( ' U1TU historische Bilder bekannt. Ob die Abbre-

' viatur des Namens auf solchen steht, wissen wir nicht.Wenigstens findet man sie auf einem Kupferstiche von Quirin Bocl,welcher die Vermählung der heil. Cathariua vorstellt. Das Gemäldebefand sich früher in der Brüsseler Gallerie , wird aber seit Jährenim Bolvederc zu Wien aufbewahrt. Auf einem in der Weise Caletti'sradh'tcn Blatte nennt sich der Künstler Dom. Mantuano. Dieses Blattstellt die heil. Jungfrau vor, wie sie dem heil. Pcllegrin, König vonSchottland, erscheint, fol. D. Feti starb 1G24 im 35. Jahre.

Unbekannter Zeichner oder Formschneider, welcher zuAnfang des 17. Jahrhunderts lebte. Man findet dieses Zeichenauf Holzschnitten in folgendem Werke : Von der Architekturö Bücher. Aus dem Italienischen und Holländischen übersetzt.Basel, L. König IßOI) , fol. Es ist diess eine deutscheAusgabe des Serlio, zu welcher die bei Peter Coeck inAntwerpen erschienene holländische Uchersetzung benutzt wurde. DieStocke wurden neu geschnitten, wahrscheinlich in Basel. Der Buch-stabe S im Schild bezieht sich wohl auf Sebastian Serlio.

1288 FlOMT"WTf"'V < s Dieser Name kommt auf alten itali-«w. UWivuiXlLVO. enischen Gemälden, und auch aufeinem Holzschnitte vor. Brulliot III. No. 296 spricht summarisch von«emäldcn des Domenieo Bartoli, wir wissen aber nicht, wo sichirgend ein Gemälde mit dem Taufnamen dieses Künstlers finde. Aufu °n uns bekannten, diesem Meister zugeschriebenen Werken fehlt ent-weder der Name gänzlich, oder sie haben die Inschrift: Vominicus"artoli de Senis me pinxit. Baron von Knmohr (Ital. Forschungen II."• 221) behauptet, dass dieser Meister der Bruder und Schüler desladdeo Bartoli sei. und andere'machten ihn zum Neffen desselben.Nach der Angabe der Commentatoren der neuen florentinischen Aus-gabe des Vasari, Florenz Le Monnier 1846 ff. II. 223, war er keines vonbeiden. Taddeo di Bartolo soll 1510 gestorben seyn, Domenico's Blüthe-Zl: 't lallt aber um 1538—1542. Seine Gemälde sind in einer ganz an-deren Weise behandelt, als jene des Taddeo , und somit kann mannicht auf eine gleiche Schule schliossen. Diese Angabe dient zur Be-richtigung der Artikel im Künstlor-Lexicon , und wenn sich wirklichc 'n Gemälde mit dem Namen DOMINICVS finden sollte, so möge mannaeh Zeit und Umständen au Domenieo di Bartolo denken. Wir machenaber auch noch auf einen von den Geschichtschrcibern vergessenenjJomenico da Carpi aufmerksam, welcher in Bologna thätig war.«nalandi (Di Ugo da Carpi p. 7) fand seiner in einer Urkunde vom5 - März 1482 erwähnt.

Der Name DOMINICVS steht in Wirklichkeit auf einem IIolz-sehiutte , welcher den heil. Hieronymus in einer Landschaft vorstellt.Ucp Heilige blickt rechts nach zwei wilden Thieren, deren eines ein

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