494 DNC-DNK. Nr. 1266 - 1271.
des Churfürsten ohne Jahrzahl. Im Revers ist Pegasus vorgestellt, wieer sich über einen Berg emporschwingt, um dem Bellen der Hunde,dem Quäckcn der Frösche, und dem Zischen der Schlange zu entgehen.Exter gibt diese Medaille I. S. 132 in Abbildung. Eine silberne Me-daille mit demselben Itcvers ist von 1665, und wurde bei Gelegenheitder Wildfangsstreitigkeiten des Churfürsten geprägt. Exter II. p. 391No. 122.
1266. Domenico Campagnola ist oben unter den Initialen D C.DNCVS. 1 No. 1004 eingeführt, und wir haben bemerkt,iaxjpvq' pATve \ d ass der um l 5 ^ lebende KupferstecherJjrNL>vo. rAl V5. | von einem gleichnamigen Maler unterschiedenwerden müsse. Letzteren vennuthen wir unter der gegebenen Abbre-viatur , welche nur auf ein paar Holzschnitten vorkommt, und zwarauf Landschaften im Style Tizian's. Eines dieser Blätter stellt einWeib mit Früchten vor, qu. fol. Näheres über Domenico Campagnolasiehe unter den Initialen 1) C. Dass die obige Abbreviatur üominlcusund Oominüus Patavus zu lesen sei, unterliegt keinem Zweifel.
1267. Baron Dominique Vivant Denon, der berühmte Gcneral-niV I1TK TK 17 Direktor der französischen Museen unter Napoleon I.,vn. um. i.e. r. welcher oben unter den initialen D N. No. 1263 und1264 bereits eingeführt ist, übte auch Einfluss auf die k. Präganstalten,besonders, wenn es galt, eine Medaille zum Ruhme seines Kaisers indie Welt ausgehen zu lassen. Die gegebene Schrift auf Denkmünzenbedeutet Denan Direxit Jeufjroy Fecit. Roman Vincent Jeuffroy hatteals Miniaturplastiker Ruf, und starb 1826.
1268. Unbekannter Formschneider, welcher gegen Ende desJ3P 16- Jahrhunderts in Danzig thätig war. Er kam mit dem Malerc*sni^ Anton Möller in Berührung, dessen Zeichen wir im ersten BandeNo. 911 gegeben haben. Nach diesem Meister schnitt er eine Folgevon Costümfiguren unter dem Titel: Omnium staluum — ornatus et usi-tati habitus Oedanenses — 1901. Die nähere Angabe siehe an der be-zeichneten Stelle.
1269. Domenico Campagnola erscheint hier zum vierten Male,.__ _ . _ v_/^ y und wir können uns daher kurz fassen , da unterJD 14 1 /-^ D. No. 877 und D C. No. 1004 ausführlich über ihngehandelt ist. Die Abbreviatur des Namens (Dominicus) findet manauf einer Gebirgslandschaft mit Gebäuden. In der Mitte vorn sindzwei Männer mit Lanzen. Der eine trägt ein Kind in der Wiege aufdem Rücken , der andere ein solches auf der Schulter, während ihmein Knabe folgt, qu. fol. Dieses Blatt beschreibt Bartsch XIII. p. 386No. 4.
1270. Jobst de Negker oder Dienecker, Formschneider, fand_T> oben unter o J, n No. 1172 eine ausführliche Stelle, und
C «^^y daher sei hier nur der Rückweis gegeben, im Falle die
V ^fry* • Nachforschung unter 0 n begonnen werden sollte. Wir
0**fT i "1-| haben nichts weiter nachzutragen, da bereits zur Genüge
KJ über diesen Meister gehandelt ist.
1271. Nicaise de Keyser, einer der berühmtesten belgischenMeister unserer Zeit, wurde den 26. August 1813 auf demDorfe Santvliot, einige Stunden von Antwerpen, geboren. Als
Banernknabe zur Direktion des Pfluges bestimmt, zeichnete er ohneAnleitung lieber alles nach, was ihm vorkam, und als er endlich durchfreundschaftliche Beihülfe des Malers Joseph Jacobs die Akademie in
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