Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
482
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482 DM. Nr. 1229 — 1232.

Brulliot II. No. 264 beschreibt dieselbe Vorstellung unter denBuchstaben BM, welche wir I. No. 1964 gegeben haben. Ein ähn-liches Bild des Heilandes, aber en face, ist ohne Schrift und Zeichen,und somit scheint diese Büste auch anderen Künstlern zum Vorbildegedient zu haben. Als Gegenstück dient wahrscheinlich jene der Ma-donna, wie es bei alten Meistern häufig vorkommt, und auch in derneueren Zeit sich wiederholt.

1229. Geoffroy Dumoustier, oder Du Moustier, scheint durch dieset=-. tx7t Buchstaben seinen Namen angedeutet zu haben. Gegen

"jV/oJP^? Ende des 15. Jahrhunderts geboren, hatte er in Parisals Historien- und Bildnissmaler Ruf. Als solcher lieferte er auch vieleZeichnungen, deren mehrere durch die eigenhändigen Kupferstiche desMeisters bekannt sind. Robert-Dumesnil, P. gr. fr. V. p. 33, beschreibt sie.Auf keinem -Blatte kommen aber die Buchstaben ü M. vor, unterwelchen wir dennoch diesen Meister vermuthen müssen. Man findetdie gegebenen Initialen auf Bordüren und Vignetten, mit welchenBücher aus der Druckerei des Jean Petit verziert sind. Sie stammenaus der Zeit um 1532, und somit könnte Du Moustier als jungerKünstler Zeichnungen zum Holzschnitte für Buchdrucker gelieferthaben, da er auch Manuscripte mit figürlichen Miniaturen und Ara-besken verziert hatte. Fclibicn zählt einen Godcfroy du Moustierselbst unter die Formschneider, dieser scheint aber ein jüngererKünstler zu seyn. Unter dem Buchstaben 0. kommen wir auf unsernMeister zurück.

1230. Dirk Maas fand oben unter dem Monogramme D M.V) TVT a ^ 0l * 225 °' nc stelle i und daher beschränken wirU. m. 174-8. uns hier nur auf ein paar Blätter, welche C. F. Boe-tius nach D. Maas in Lavismanier behandelt hat. Das eine stellt einenauf der Bank sitzenden Bauer mit dem Spinnrocken, das andere schmau-sende Soldaten im Wirthshause vor. Auf diesen Blättern stehen dieBuchstaben D M mit der Jahrzahl 1748, qu. fol.

1231. David Morier von Bern erlangte in London den Ruf einestj i« • •. eminenten Bildnissmalers. Er malte Herren undU. m. pinxil. j) amen ang ,i cn höchsten Kreisen, erstero meistens zuPferd. Nach Brulliot II. No. 617 sind Gemälde des D. Morier mitden Initialen des Namens bezeichnet. Lcmpereur, Ravenct u. A. habennach ihm Portraite gestochen, welche mit ü. M. bezeichnet sind. Siestehen auch auf einem Mezzotintoblatte von John Faber 1765. Esstellt einen arabischen Hengst vor, fol. David Moricr starb 1770.

1232. Daniel Manasser oder Manasse, Zeichner und Kupfer-'n. Stecher, war um 1612 — 1630 in Augsburg thätig, gehört aber~3m. zu den mittelmässigen Künstlern seines Faches. Man findetBildnisse und architektonische Blätter von seiner Hand. Mit WolfgangKilian stach er die Bilder heiliger Jesuiten in Stengel's ImagineiSanctorum ordinis St. Benedicti. Aug. Vindelicorum 1025, 4. Auf denvielen Blättern dieses Werkes stehen abwechselnd die gegebenen Ini-tialen. Auch das Titelblatt zu Stengel's Meditationes in Regulam S. Be-nedicti. Aug. Vind. 1023, ist mit ü M. bezeichnet. Die architektonischeEinfassung ist mit den Statuen des heil. Benedikt und der heil. Scho-lastica geziert, und oben erscheint Gott Vater in Wolken mit derWeltkugel. Unten schreibt der Heilige am Tische. Von W. Kilianund D. Manasser sind auch die Blätter in : Basilicae S. 8. üdalrici etAfrae Augusta Vindelicorum Hiitoria. Aug. Vind. 1026. Dann findet