Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
478
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478 DM. Nr. 1222.

dcsjTaufnamens herrühren. Im Künstler - Lexicon IX. S. 214 hahenwir zwar einen jüngeren Dietrich Meyer als Sohn des Conrad Meyerbezeichnet. Dieser kann aber die Zeichnungen von 1666 und 1669nicht gefertiget haben, da er erst 1674 geboren wurde, wie wir ange-geben fanden. Es muss also noch ein anderer Theodor Meyer gelebthaben. Mit seinem Namen und der Jahrzahl 1674 bezeichnet, ist einradirtes Blatt mit Blumen. Einen Künstler dieses Namens , welcherum 1674 gelebt hat, kennt J. C. Füssly nicht. Man weiss auch nurvon einem Johann Meyer, welcher eine Folge von Blättern mit Blumenals Muster für Goldschmiede gestochen hat, qu. 12. Es kommen aberGoldschmiedsmuster von einem Dietrich Meyer wirklich vor, welchenwir mit unserm sogenannten älteren I). Meyer identificiren müssen, sodass in dem erwähnten Artikel des Künstler - Lexicons ein Irrthumherrschen dürfte. Füssly versichert entschieden, dass Theodor Meyerfür Goldschmiede gezeichnet habe, und somit können die unten er-wähnten Folgen mit Musterblättern für solche nur von ihm herrühren.Sie fallen um 1599, in eine Zeit, in welcher D. Meyer die Erfindungdes weichen Aezgrundes noch nicht gemacht zu haben scheint. DiesesVerfahren wendete er in der Folge bei allen Platten an, man hatteaber die Ehre der Erfindung desselben mit Unrecht dem älterenMcrian vindicirt.

1) Das Bildniss des Albrecht Dürer, Büste nach links mit kurzenHaaren und Bart. Rechts oben ist Dürer's Zeichen im Wappen, undunten steht: Albertvs Uvrer Pktor Norimbergensis. Dann folgende vierlateinische Verse: Cvi Sva l'hoebaeae Donarunt Mvnera Vivae etc.Unten rechts ist das erste Zeichen ohne Jahrzahl. Höhe der Platte5 Z. 9 L. Br. 4 Z. 3 L. Höhe des Bildes 4 Z. 4 L.

Diess ist Copic nach Dürer's Holzschnitt. Heller II. 2. S. 447nennt den Verfertiger dieses Bildnisses Daniel Meyer, sagt aber nichtsvon dem Zeichen des Copisten. Merlo (Kunst und Künsiler in CölnS. 295) bezüchtiget den genannten Schriftsteller eines Irrthums, indemer das Blatt für Raphael de Mey in Anspruch nimmt. Das Monogrammbemerkt aber auch Merlo nicht, und somit gibt es vielleicht Abdrückeohne dasselbe. Von Daniel Meyer rührt das Blatt nicht her. Das Zeichengleicht ganz unserm zweiten Monogramme, welches sicher dem DietrichMeyer angehört. Wir schreiben ihm auch das Bildniss Dürer's zu,indem dieser Künstler auch noch andere Bildnisse berühmter Männergestochen hat. Auch Füssly schreibt dem D. Meyer ein BildnissDürer's zu, Heller hält aber ohne Autopsie entschieden an DanielMeyer fest.

2) Die Bildnisse des Wilhelm Toll (1623), R. Qualther, J.J. Rueger,Joh. Jezlerus (1614), J. Blaurer, Leo Judä, M. B. Leemann u. A., 8u. kl. 4. Auf einigen Bildnissen kommt das Monogramm des Künstlersvor, immer in der Form der gegebenen Zeichen.

3) Eine Folge von sechs Blättern mit tanzenden Bauern in Fries-form , schmal qu. 8. Auf dem ersten Blatte steht: Dietrich Meyer Ti-guri fecit 1500. auf anderen das Zeichen mit derselben Jahrzahl.

4) Ein Festzug und Feuerwerk in Paris bei Gelegenheit derDoppelheirath von Gliedern des französischen und spanischen Hofes.Mit dem Namen, gr. fol.

5) Kinder, welche mit Seifenblasen spielen. Mit dem Namen, qu. 12.

6) Folge von sechs Blättern mit mehreren mythologischen undallegorischen Figuren : Neptunus, Ignis, Saturnus, Grammatica, Superbia,Fides. Mit dem Namen, schmal qu. 4.