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2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
467
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DL. Nr/.H90 — 1193. 467

nennt diesen Meister Kännel, aber mit der Bemerkung, dass er ge-wöhnlich Kandel genannt werde, und zwar von dem Orte Kandel imbayerischen Rheinkreise. Wir wissen nicht, ob Holler zn dieser Be-hauptung einen urkundlichen Beweis habe, gewiss ist aber, dass derBotaniker Hieronymus Bock seinen Zeichner David Kandel, und nichtKännel nennt. Dieser Kandel war zur Zeit der Bearbeitung des Bock-schen Kräuterbuches, welches 1546 in erster Auflage erschien, nochein ganz junger Mensch, und er kann daher das Blatt mit dem Fähn-drich von 1524 in keinem Falle gezeichnet haben. Brulliot I. No. 1624deutet das Monogramm D K. No. 1174 auf einen David Kamuel deKamuel aus Heidelberg, und spricht von historischen Zeichnungen mitdemselben. Die Existenz eines D. Kamuel Hess sich bisher ebenfallsnicht nachweisen, und somit kann man es nicht wagen, das obigeZeichen auf einen Künstler dieses Namens zu deuten. Kännel kannzwar aus Kamuel entstanden seyn, der Name deutet aber noch mehrauf Kandel, welchen andere auch Kaendlcr nennen. Es steht einzigentgegen, dass David Kandel 1524 noch im zarten Knabenalter stand,von einem gleichnamigen älteren Meister schweigt aber die Geschichte.

1190. Louis David von Lugano, Maler und Kupferstecher, wurdeyk ™ 1648 geboren, und in Rom von Carlo Cignani unterrichtet." i //// Er malte historische Vorstellungen, Genrebilder und Por--irpj, k ^J traite. Auch Zeichnungen findet man von ihm, auf welchenxLJLii&k? das zweite und das vierte Monogramm vorkommt. Daserste und das dritte Monogramm findet man auf radirten und gestoch-enen Blättern des Künstlers, und vielleicht auch das eine, oder dasandere der noch weiter beigefügten Namenszeichen. Sehr beachtens-werth sind die Bildnisse des Antonius Banchieri, Prolegatus Avenio-nensis 1706, Oval fol., des Petrus Conderc, Seminarii S. SulpitiiAlumnus 1689 fol., des Canonicus Esprit Macassole fol., des LudovicusPelisson de Chasteauvert kl. fol. &c. Schön radirt und gestochen istdie Krcuzabnehmung, mit dem ersten Zeichen, kl, fol. Auch die Ini-tialen L x Ü x kommen auf Blättern dieses Meisters vor. Er starbum 1710.

1191. Dietrich Langko, Landschaftsmaler, geb. zu Hamburg 1819,_^r gehört seit mehreren Jahren zu den tüchtigsten Künstlern seines_^0 Faches. Seine Landschafton sind von warmer und blühender■*—* Färbung. Auch sehr schöne, gewöhnlich fleissig ausgeführte

Aquarellbildcr findet man von ihm. Sowohl auf solchen, als auf Oel-gemälden kommt das Monogramm vor, je nach der Stelle grösser oderkleiner, und auch in Doppellinicn. Noch öfter ist aber das Zeichennüt dem Namen verbunden. Langko lebt in München , und erfreutsich da eines ehrenvollen Rufes.

1192. Daniel Lindmeier von Schaffbausen, Maler und Zeichner,p\ ß dessen Thätigkeit um 1560 — 1600 fällt, bediente sichL^vV-/- verschiedener Zeichen, wir geben aber unter dem Mono-gramme ULM. No. 1214 Nachricht über ihn, um Wiederholungen zuvermeiden. Die beigefügten Zeichen kommen nur auf einigen Zeich-nungen vor, welche Wappen mit Figuren, und auch geschichtliche Vor-stellungen zum Gegenstande haben. Sie sind als Vorbilder für Glas-maler zu betrachten.

1193. Daniel Lindeiner, Kupferstecher, war um 1606 in GoslarJö^ f . thätig. Sein Zeichen, und jenes des Zacharias Koch, findet

g- jl' man auf einem radirten und gestochenen Blatte, welches dieJ °" Ansicht der Stadt Goslar mit dem Rammolsberg und dem

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