Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
439
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DIL Nr. 1133 — 1139. 439

1133. Daniel Hopfer wird von demjenigen, der mit dessen Be-w_—-. t___y zeichnungsweise nicht bekannt ist, unter diesenl——' ■ * *■" Initialen kaum vermuthet werden , da sie von den

gewöhnlichen Buchstaben, welche auf seinen Kupferstichen vorkommen,bedeutend abweichen. Sic kommen desswegen oben im Hauptartikelüber diesen Meister No. 1131 nicht vor. Es findet sich auch nur eineinziges Blatt mit denselben , weches Bartsch VIII. p. 484 No. 41beschreibt. Dieser Kupferstich stellt den hl. Georg vor, und ist imspäteren Drucke mit No. 77 bezeichnet. II. 8 Z. 5 L. Br. 5 Z. 7 L.

1134. Johann David de Heem ist durch reizvolle, in frischerT~) 1.J Naturwahrheit prangende Blumenstücka bekannt, und zeich-

• netc deren zuweilen mit einem ans 11)11 bestehenden Mono-gramme. Man findet aber auch Bilder mit den Initialen D. 11., welchediesem Künstler zugeschrieben werden. Der Kenner wird erkennen,ob die Gemälde dieser Art die cigcnthümlichen Vorzüge des J. D. deHeem haben, und ob die Buchstaben Ü.II. zur Täuschung aufgeschriebenwurden. Der Künstler starb 1674.

1135. David Hess, Zeichner in Zürich, gab folgendes, mit Radir-ungen von Franz Ilegi illustrirte Buch heraus: Die Baden-

JJ. H. f a h r f t von David Hess. Zürich iß 1/1, 8. Zu einigen Blätternhat D. Hess die Zeichnungen geliefert, welche thcils mit dessen Namen,theils mit D. H. bezeichnet sind. Blätter mit D. 11. sind betitelt: Ein-siedeley unweit Baden ; Hinter der St. Niklaus-Capelle. Im erstenDrucke sind aber diese Radirungen ohne Schrift, und daher fehlenauch die Initialen des Namens.

1136. David Herrliberger, Kunsthändler und Kupferstecher, geb./) II erc zu Zürich 1697, gest. 1777. Hier handelt es sich nur

um Verlagsarbciten, deren Adresse gedeutet werden soll.Seine Blätter sind zahlreich, und in der Weise des Bernhard Picartbehandelt. Er copirte ihn häufig, doch gewöhnlich nicht ohne Angabedes Originals. Zu seinen Hauptwerken zählen wir: Inventionen grosserMänner, oder Sammlung unterschiedlicher Vorstellungen etc., welche ausdem Werke des B. Picart mit dem Titel: Unschuldiger Betrug,nachgestochen und verlegt wurden durch 1). llerrliberger. Zürich UM //".,fol. Er gab auch ein Ceremonienwerk der meisten Völker, einenschweizerischen Ehrcntcmpel &c. heraus. Auf Blättern dieser Art stehtdie Adresse des Verlegers, welcher aber häufig auch der Stecher ist.

1137. Unbekannter Zeichner oder Maler, dessen Lebenszeit dier> IT • *s>4<} beigefügte Jahrzahl bestimmt. Nach Frenzel'sU. 11. mv. 101J. Angabe im Catalog Sternberg IL No. 2017 findetman die Initialen seines Namens auf einem Kupferstiche, welcher denKampf des Menschen im letzten Augenblicke dos Lebens vorstellt.Unten sind deutsche Verse, 4.

1138. Daniel Heigelin , Wardein in Stuttgart von 1760 — 1794,T\ i_j zeichnete Münzgepräge mit den Initialen seines Namens.

' Heigelin war nicht Künstler.

1139. D. Hammel, auch Humel geschrieben, ein Geistlicher,_ radirte gegen Ende des 18. Jahrhunderts verschiedene Land-

. Hs.,3i\\. sc i la ften, und Ansichten von Dörfern und Weilern, welchein Oberbayern liegen. Sie bilden wenigstens drei Folgen zu 6 — 8 Blätternin 8, qu. 8 und 4. An die Buchstabon ü 11. schliesst sich zuweilender Beisatz d. et sc.