Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
438
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438 DH. Nr. 1132.

Declamationes diuine de humane vile miseria D. Joan. Fabro in spiritu-alibus Uicario Constanlien. authore S. I. et a., kl. fol. II. 9 Z. IL.Br. 6 Z. 2 L.

6) Titeleinfassung mit Laubwerk und Figuren. Oben in der Mitteist ein Mascaron , von welchem zwei Füllhörner ausgehen , auf denenzwei Kinder sitzen. Unten zu beiden Seiten eines Engclchens mit derPosaune sind zwei geflügelte Meerjungfern, die in Verzierungen aus-gehen. Mit den Initialen ü IL, welche jenen in den gegebenen Ver-ziernngen gleichen. II. 5 Z. 6 L. Br. 3 Z. 7 — 8 L.

Diese Bordüre, in gutem Drucke mit relicfartig hervortretendenArabesken, besass Sylvan Otmar, und benützte sie zu veschiedenenSchriften, wie zu : Hortulus Elegantiarum Magistri Laurentii Coruini —.Impressum Auguste in aedibus Sylvani Otmar. Anno MDXVI. , 4, zu :Complurium. eruditor vatum carmina, ad — J). Illasium Hblcelium. Aug.Vind. M. D. XVIII. , 4, dann zu: Doclor Martini Luther Augustinersvnderricht auff etliche Artikel die jm von seine missgünern aufgelegt vndzugemessen werden. Augsburg MÜXIX. , 4 , und zu anderen SchriftenDr. Luther's.

7) Titeleinfassung mit Genien, bärtigen Karyatiden mit Obstkörben,Harpyen und Füllhörnern auf schwarzem Grunde. Die BuchstabenD II. stehen auf den Leibern zweier Harpyen oder Meerjungfern unter-halb der Titelschrift, wie wir sie oben in der ersten Reihe gegebenhaben. Diese Bordüre dient zu Mathäus Alber: Vom Hechten brauchEwiger fürsehung Gottes wider die hochfahrenden Geister. Augsburg i 52.5, 4.

8) Die mit phantastischen Figuren, Thicren und Arabesken reichverzierte Titeleinfassung der Schrift: In Ecclesiastem Salomonis meta-phrasis divi Gregorii Neocaesariensis. Interprete Oecolampadio. Aug. Vind.in officina Sig. Grimm ac Marci Vuirsung 1520, 4.

Diese schöne Bordüre ist ohne Zeichen. Wir haben sie nicht ge-sehen, und daher könnte die folgende dieselbe seyn.

9) Die Titeleinfassnng mit zwei an Ketten gefesselten Satyrn inder unteren Leiste. Links steht auf einem Untersatze mit Blumen einblasender Satyr, und rechts erhebt sich eine Säule mit einem Blumen-korb auf dem Knaufe. Oben links bemerkt man ein Mcerfräulein, undrechts den Wassermann, beide mit Flügeln verschen. Ohne Zeichen.H. 6 Z. 8 L. Br. 4 Z. 11 L.

Heller (Albrecht Dürer No. 2117) zählt nach der Angabe desProfessors M. v. Beider diese Titelbordure zu deu zweifelhaften Holz-schnitten des A. Dürer, sie stimmt aber mit den Blättern des D. Hopfer.Sie kommt auch nur in Augsburger Druckwerken vor. M. von Reidermacht auf drei Schriften aufmerksam, nämlich den Sendbrief desErasmus an den Bischof von Mainz in Betreff Luther's, das Büchleindes hl. Augustin von den zehn Saiten, durch Georg Spalatin 1522, unddie lateinische Rede des J. Oecolampadius De gaudio resurrectionis etc.

10) Die grosse Titeleinfassung zu: Geiler Eeiserspergii sermones etrar. traetatus. Ed. P. Wickgram. Argentorati, J. Grüninger 1521, fol.

Auf diese Bordüre macht Wiechmann - Kadow in Naumann's undWeigel's Archiv II. S. 183 aufmerksam. Die ganze Einfassung ist einGewebe von phantastischen Arabesken und eigentümlichen Pflanzen-gebilden, aus deren Blättern menschliche Köpfe und Thiergestaltenhervorschauen, Alles auf schwarzem Grunde. Die Initialen D II. fehlen,und somit handelt es sich nicht um die oben erwähnte grosse Titel-einfassung zur Bibel.