Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
420
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420 DF. Nr. 1083 — 1086.

herabgewendet vor. Das Monogramm mit der Jahrzahl i7*4 ist untenlinks, Oval, 8. Dieses seltene und geistreiche Blatt ist in Rembrandt'sManier radirt, und wurde zuweilen Dietrich dem Sohne zugeschrieben.Es dürfte eine Copie von jenem etwas grösseren Blatte seyn, demAlten mit gesenktem Haupte, welches öfters vorkommt, und mit Un-recht dem Rembrandt zugeschrieben wird.

Dietrich starb zu Dresden 1752 im 68. Jahre.

1083. Drossaart gehört zu denjenigen holländischen Landschafts-T^ r"' malern des 17. Jahrhunderts , welche fast ganz in Yergessen-Lsl • heit kamen. Nur lloubrackcn scheint ein Bild von ihm gesehenzn haben, und zwar eine Landschaft mit einer Hirsch jagd. Drossaartmalte aber auch landschaftliche Bilder mit Hausthiereu, und zeichnetesolche mit dem Monogramme. Wir glauben nicht, dass DU F. zulesen sei, sondern 1) F., d. h. Drossaart Fecit. Auch Landschaften mitden Initialen D F kommen vor, welche wahrscheinlich von demselbenKünstler herrühren.

1084. Unbekannter Kupferstecher, wenn nicht Louis David von-__i Avignon , welcher von 1665— 1706 in Paris thätig war. Das

»'*■ Blatt mit dem gegebenen Zeichen ist französischen Ursprungs.Es stellt die Verheissung Gottes an Abraham vor, mit der Schrift:Comme VEternel promcl ä Abraham , que loutes les nalions de la terre,seront benites en sa semence. A Paris ches L Boisscvin. Die Platte bn-sass ursprünglich Boissevin, später wurde sie aber zu der von Endtcrin Nürnberg 1686 gedruckten Weimar'schen Bibel verwendet.

1085. Jeröme David, Zeichner und Kupferstecher, welcher umnn rar- 1605 in Paris geboren wurde, scheint der Träger dieser&T ■/ *% ■ Zeichen zu seyn. Er arbeitete zu Paris, und in der zwei-ten Hälfte seiner Lebenszeit zu Rom. Sein gewöhnliches Zeichen istans den Buchstaben // D F zusammengesetzt, welche der Reihe nachdeutlich hervortreten. Für D H F können aber auch die gegebenenMonogramme genommen werden. Das erste Zeichen legt Brnlliot I.No. 1534 entschieden dem J. David zu, und behauptet, dass man esmit andern Monogrammen auf Blättern mit Darstellungen aus der Ge-schichte Alexanders des Grossen nach Zeichnungen von Louis Davidfinde. Wenn diese Blätter wirklich von Jeröme David herrühren, sofallen sie in die späteste Zeit des Künstlers, da Louis David erstgegen 1665 als Künstler auftrat. Ein ähnliches Zeichen findet man auchauf den 17 Blättern einer Folge von Landschaften mit Scenen aus denSchwänken des Eulenspiegel, welche in Brunet's Manuel du Libraireunter dem Titel: llecueil de plus illustres proverbes, Paris 16!j7-160:i, 4.,erwähnt sind. Sie erschienen bei Jacques Lagnict, und daher sind siein Catalogen auch Les proverbes de Lagnict betitelt. Auch auf Bild-nissen kommt dieses Monogramm vor. Sie sind meistens im kleinenFormate, Büsten in ovaler Einfassung. Das zweite Monogramm stehtauf einem Kupferstiche mit dem Abendmahle des Herrn im MissaURomanum. Venetiis 1640, fol. Wenn dieses Blatt nicht von J. Davidherrührt, so ist es von Domenico Falcini.

1086. Daniel Duringer fand oben No. 884 bereits eine Stelle,J)/£,_£), und daher geben wir hier nur den Rückweis, da das

( £X[ r Weitere gesagt ist. Es kann sich hier auch nur um die*£) W ]]fc Zeichen der zweiten Reihe handeln , da der Buchstabe D/tri er No. 884 an seiner rechten Stelle ist.