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2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
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DER —DE V. Nr. 1070—1074. 417

und ihre Nachahmer Epreuves d' essai oder d' artistes nennen. Aufsolchen seltene* Exemplaren steht die Abbreviatur des Namens, welchespäter wieder ausgeklopft wurde. Man findet sie auf Landschaftennach N. Berchem, J. Both, van Bergen , A. van de Vclde, C. Po«len-burg, Melling u. A. Die Abdrücke mit J)eq. haben keine weitere Schrift.

1070. Antonio Pereda , Historienmaler, geb. zu Valladolid 1599,gest. zu Madrid 1G69. Schüler von Pedro de las Cuevas,gehört er zu den ausgezeichnetsten Meistern der MadriderSchule jeuer Zeit, leistete aber nicht gleich Vorzügliches.

Sein bosstes Bild ist nach l'assavant ((lang der christlichen Kunst inSpanien, deutsches Kunstblatt 1853 S. 139) der vom Kreuze abge-nommene und von den Jüngern und Frauen betrauerte Heiland, ehe-dem in der Antocha-Kirche zu Madrid, und jetzt im lleal Museo da-selbst. Der Ausdruck der Köpfe ist sehr lebendig und wahr, die Fär-bung kräftig mit tiefen Schatten, die Zeichnung streng, die Behandlungstudirt und männlich tüchtig. Sehr schön ist auch das Bild deshl. Ildefons vor der hl. Jungfrau, welches der König Louis Philippvon Frankreich aus einem Kloster in Valladolid erwarb, und 1853nach England wanderte. Ein Gemälde mit dem Monogramme und der•lahrzahl ta't'.i stell! die halbe Figur des hl. Hieronymus in Betrach-tung über das jüngste Gericht vor. Es befindet sich im lleal Museozu Madrid, und ist weit flauer in der Behandlung, als jenes destodten Heilandes. Nach W*. Stirling, Annais of Spain p. 702, befindetsich das erste der gegebenen Monogramme auf dem Gemälde, Hr. Di-rektor Passavant theiltc uns aber das Facsimilc des zweiten Zeichensmit. Im deutschen Kunstblatto hat es dieselbe Form. Stirling sprichtvon einem Bilde des hl. Hieronymus in der Gallcric der Königin vonSpanien, und wenn daher von einer Privatsammlung die Rede ist, sohandelt es sich nicht um das Gemälde im spanischen Museum, welchesdort die No. 287 trägt. Daselbst befindet sich auch das lebensgrosscPildniss des Prinzen Don Baltasar Carlos in Rüstung.

1071. Desiderius Beychel, Bildschnitzer, war um 1510 in Colmarbtf Fli>llrfli>I "'ätig, und wenn nicht unmittelbarer Schüler des

"' ul -U l, J tl * Martin Schön, so folgte er doch der Kunstrichtungdesselben. Nach der gefälligen Mittheilung des Herrn Baron v. Bett-"Org steht sein Name, in alten Schreibzügen, auf einer Altarstaffcl in'lor Kirche zu Isenheim vier Stunden von Colmar. Sie stellt die zwölfApostel in bemaltem Relief vor, und erinnert in der Zeichnung ent-schieden an Martin Sehen. Den Namen dieses Meisters sucht manbisher in der Kunstgeschichte vergebens.

1072. Ferdinand de Saint-Urbain, einer der fruchtbarsten Stempel-I>E S V Schneider seiner Zeit (1654 — 1738), zeichnete gewöhnlich

F. I). S. V. , und nur ausnahmsweise wie hier gegeben.Diese Buchstaben stehen auf der schönen Medaille mit dem Brustbildcdes Marchcsc Cornelio Malvasia.

1073. Dassier et Filius sind diese Buchstaben auf etlichen Mc-J) ]?'i< js daillen zu lesen. Jean Dassier war ein sehr fruchtbarer

" " Künstler, wir kommen aber unter /. ü. auf ihn zurück.

1074. Wilhelm Devrient, Maler und Lithograph zu Berlin, ist,Dev. fecü seit 183ü durch schöne Bilder bekannt, auf welchen auch. • I ' • e j u aus yy jj bestehendes Monogramm vorkommt, so dass"er Künstler unter diesen Buchstaben eine weitere Stelle findet. Die

Monogrammistcn Iid. II. 27