Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
415
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DE. Nr. 1062- 1065. 415

der Brust unter einem Baume ruhend vorstellt, und links im Grundeeine Ruine zeigt. Unten auf einem Steine steht: I) Lons fe., gr. 8.Nach Heinecke hat diews seltene Blatt den Beisatz et exe., und diesesmuss nur im ersten Drucke von der geätzten Platte der fall seyn.Die mit dem Stichel vollendeten Exemplare haben die Schrift: ü l.onsfe. (iollfried Malier exeud. Die gegebenen Zeichen findet man auf ra-dirten Landschaften mit grossen Windmühlen, welche in der Weisedes J. van de Velde radirt, und mit der Jahrzahl lO'.il datirt sind, 4.Im Rigal'schen Catalog sind vier nummerirte Blattei' mit Mühlen er-wähnt , Füssly spricht aber von acht geätzten Landschaften. EineFolge von acht Blättern mit holländischen Costümen ist mit deinNamen und der Adresse des Künstlers bezeichnet, qu. 8. Als Curi-osum ist seine Ansicht von Nürnberg in vier Blättern zu betrachten,indem sie der Künstler aus der Phantasie schuf, da die wenigstenGebäude nur halbe Aehnlichkeit haben. Er brachte auch das Bildnissdes Albrecht Dürer au. Dieser Prospekt hat den Namen des Künstlersund die Jahrzahl 1006. H. 15 Z. Br. 58 Z. Alle Blätter diesesMeisters gehören zu den Seltenheiten.

Iflfi9 ,i„ir„;,; „.-., •# steht auf einem Kupferstiche von Michel1UM. delfnm pmxit Mogyn wclchcr £ heil .r llllgfrau mit

dem Kinde in einer Einfassung von Eichenlaub vorstellt, gr. fol. DerMaler heisst Charles Dauphin, welcher um 1664 in Turin ar-beitete , und gewöhnlich Delfino genannt wurde. Aus diesem Namenist Delfrini entstanden. Dauphin malte Bildnisse und historische Vor-stellungen. Der Prinz von Carignan besass mehrere Bilder von seinerHand.

1063. Unbekannter Kupferstecher, welcher im 17. JahrhundertTyp #/W fhätig war. Man findet ein Blatt in kl. fol., welches die

■* *•* hl. Cäcilia mit der Orgel, und die hl. Magdalena mit derVase vorstellt, ähnlich jenen Figuren im Gemälde llafael's in derGallerie zu Bologna. Die Buchstaben l) E * M* sind links unten, undan sie schliessen sich die Worte: RAPIIL * DVRBIN * INVENTUR *.Man wollte die Buchstaben ÜE*M* auf Agostino de Musi, d, i.Agostino Veneziano deuten, von diesem Meister kann aber keine Redeseyn. Es ist sogar möglich, dass sich diese Buchstaben nicht auf denKupferstecher beziehen.

1064. Dominique Vivant Denon, welcher im eisten Bande No. 366

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c? a •. wieder erscheint, bezeichnete auf solche Weise einige ra-

<&l. yi^Yl dirte Blätter nach A. van Ostade und anderen Meistern.Sic gehören zu den geistreichsten Arbeiten , welche je ein Dilettantgeliefert hat. Eine grosso Anzahl von Blättern ist von ihm selbst be-schrieben: Calalogue des estampes gravees par U: ciloyen I) Vivant Denon.Paris 1003. 4. Denon starb zu Paris 1825 als Direktor der k. Museen.Schon unter Napoleon I. war er General-Direktor der k. Kunstsamm-lungen , und keiner verstand es besser, in den unterdrückten Ländernauf Knnstschiitze zu fahnden , und es war ihm kein Vergnügen, 1815dieselben wieder aus dem Pariser Central-Museum weichen zu sehen.

1065. Franz Francken der Junge, war der vierte Sohn eines• __ _ gleichnamigen Künstlers, welcher die Grund-

DEN'J ON" H" F ' satze des 1<,ranz de Vriendt (F. Floris) auf-nahm, und sie auch auf seinen Sohn vererbte. Die beiden Francken,irrig Franck genannt, malten meistens kleine Bilder mit theils lebens-voller Staffage. Diese Gemälde sind sehr fleissig ausgeführt, und in