Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
410
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410 DD. Nr. 1046 — 1049.

Dupre radirte auch in Kupfer. Sein Werk besteht in acht sehrseltenen Blättern. Darunter sind Landschaften mit Gebäuden, undeine solche mit einem Wasserfall, meist in Umrissen, wie zum Colorirenbestimmt. Andere Matter stellen Scenen aus dem römischen Volks-leben vor, meistens Römerinnen mit dem 'I'ambourin und mit ülumen-körben, blass radirt und in Aquatinta übergangen. Nur ein Blatt istmit den Initialen des Namens bezeichnet. Das Format ist verschieden,8., 4. und fol.

Ch. lo Iilanc erwähnt dieses Künstlers unter Dupre ohne weitereAngabe, wie in unsorm Künstler-Lcxicon IV. S. 19.

1046 f) <h Fernern jj stcht ft,,f einem Kupferstiche von«/•»«• u. dt i traut o p. q nhUi ]U)(1 ^ Wl , lcll(!r (lcn u 1Iier0 .

nymus in der Höhle betend vorstellt, kl. fol. Dieses Blatt ist nachdem Bilde des Dnsso Dossi in der k. k. Oallerie zu Wien gestochen,dessen wir auch unter dem Buchstaben I) mit durchgeschobenemKnochen erwähnt haben. Der Kupferstecher hat den Namen desMalers nicht richtig angegeben. Er wollte : Dosso de, h'errara pinxit,schreiben.

1047. Dlrick Diricksen, welcher oben unter D.D. f. No. 1030j\ f. ■ • i , I s eingeführt ist, bezeichnete auf solche Weise"■ lnruu - *<"'/'' das Bildniss des Gottesgclehrten JohannesCluver,halbe Figur im Ovale mit der Umschrift: Johannes Cluverus S. 5. 77t.Dortor Austrat. Ililhmar. Super. Et Polyhistor. Mal. A. 1593. Uenat.Id.'i.i. 8.

1048. Daniel Ricciarelll da Volterra hintcrliess verschiedene71 / Vi Ii V / Zeichnungen, welche nach der Angabe im Ca-"• "• yon - "*' "• binet l'raun mit 1). V. bezeichnet seyn sollen.Zeichnungen dieses Künstlers hat Johannes Episcopius in Kupfer ge-stochen, auf diesen Blättern, welche Caryatiden vorstellen, steht aber:I). d. Volt in. d. Man möchte glauben, dass Episcopius die Bezeich-nung ebenfalls nachgestochen habe, allein er scheint nur aus sich an-gedeutet zu haben, dass die Vorlagen von llicciarelli herrühren. DieCaryatiden findet man in dessen Paradigmata graphices variorum arti-ficum per Joh. lipiscopium. Zweite Abtheilung: Voorbelden der Teckonslvan verschei/de Meeslers etc. Ilagae Comitum Kill, fol.

1049. Daniel Döringk. Formschneider, war um 1618 in AugsburgI) |) c thätig, und hatte noch das Geschäft eines Bricfmalers, wel-

' ches sich daselbst länger erhielt, als in anderen Städten.Zwei um einige Jahre ältere Kunstgenossen , deren Heller in seiner(ieschichte der Eormschueidekunst. eben so wenig erwähnt, als unsersKünstlers, sind Abraham Bach und Jakob Jäger. Von erstcrem kennenwir ein Folioblatt mit der hl. Familie im Garten. Oben erscheintGott Vater in der Glorie, und in den Ecken sind Scenen aus demLeben Jesu. Yon zwei Folioblättern des J. Jäger gibt das eine dasBrustbild der hl. Jungfrau, das andere jenes dos Heilandes. Die altenAbdrücke haben nuten deutsche Verse in drei Strophen, in den späte-ren fehlen dieselben. Döringk, oder Döring, ist als Nachfolger desJäger zu betrachten , und auch er hielt Andachtsbilder und Vorstell-ungen aus der Zeitgeschichte feil. Kin grosses Blatt in Friesformstellt den Einzug des Kaisers Ferdinand II. in Augsburg 1619 vor,unter dem Titel: Eiconismus Auguslissimi et Potentissimi Ferdinandi II.Rom. Imp. Vrhem Augustanem Vindel. Ingressi — — 1619, gr. qu. fol.Ein zweites Blatt schildert den Einzug des Kaisers in die Cathedralezu Wien nach der Zeichnung des Malers Johann Conrad Fischer.