406 DD. Nr. 1029 — 1031.
der hl. Jungfrau, wie Florent le Comte versichert. Brulliot sagt, dasser die gegebenen Buchstaben auf drei Blättern aus dem VerlageLandry's gefunden habe. Sie stellen die hl. Familie, Christus, und diehl. Jungfrau vor. Auf einer eigenhändigen Hadirung Dudot's, welchedie hl. Jungfrau mit dem Kinde und dem kleinen Johannes vorstellt,steht der Name des Meisters: R e Dudot inu et fo. H. 8 Z. 8 L.Br. 5 Z. 4 L. Dieses Blatt beschreibt Robert-Dumcsnil I. p. 234.
1029. Dirk van Deelen, Architckturmaler von Heusden, gehört
Dn y/?CA zu den vorzüglichsten Meistern seines Faches.. \J, J-OO 1 *. ],_;,. malte innere Ansichten von Kirchen mitFiguren, und dann von vornahmen Salons, in welchen Festmahle, Con-certe, Spielpartien stattfinden. Die Figuren sind zuweilen von Pala-medes, van Heft und Wouverman gemalt. Auch äussere Ansichtenvon Kirchen und Palästen kommen vor, gewöhnlich mit reicher Staffage.Auf einigen Gemälden dieses Meisters findet man die Initialen desNamens. Wir haben Kunde von der inneren Ansicht einer Kirche,welche 1). 0. iß54. gezeichnet ist. 1). van Deelen war schon 1651ein trefflicher Meister. Er malte damals das grosse Bild im Museumim Haag, welches die Staatsvorsammlung in Gravenhage vorstellt. DerKünstler starb als Bürgermeister von Arnemuidcn in Seeland. Wann,ist nicht bekannt.
1030. Dlrick Diricksen, Zeichner und Kupferstecher von Hamburg,._ -p^ ., war in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts thätig.\J.\J.\. Man findet schöne Bildnisse von seiner Hand, welcheIß '.JD'• fScwtp . auer meistens mit dem Namen bezeichnet sind, wie
' ' jene der Herzogin Maria Eleonora von Holstein-Gottorp, des Arithmetikers Christian Achaz Hager u. s. w. Nur wenigeder geringeren Bildnisse sind l). I). f. oder U. ü. II. f. bezeichnet.Die zweiten Initialen findet man auf einem Titelblatte mit zwei Männern,wovon der eine einen Schild mit folgender Aufschrift hält: Bürger-licher Iloffmann i640. Unten steht: Hamburg bey Tobias Gundermann,12 Dieses Blatt bildet vielleicht den Titel einer Folge von Costüm-bildern. Ein grosses und seltenes Blatt enthält mehrere Darstellungenaus der Bibel und Allegorien unter dem Titel: Einiger wahrer christ-licher Olaubensspiegel des Evangeliums. Bezeichnet: Dirick Diricksen vonHamburg fecit 1649. Cl. de Jonghe exeudit, gr. fol. Vgl. No. 1036.
1031. Dancker Danckerts, Kupferstecher und Kunsthändler vonj) ]j^ | Antwerpen, entwickelte in der ersten Hälfte des
' > 17. Jahrhunderts grosse Thätigkeit. Er radirte
U. 1). jec. et exc. J ond stach mehrere schöne Blätter nach Bcrchem,Wouverman, Jordaens, C. Holsteyn u. A. Eine mit /). I). bezeichneteFolge von 12 Blättern nach letzterem hat den Titel: Hvre des petitsenfans , 4. Zu seinen Hauptwerken geboren vier grosse Landschaftennach Berchom. Jene mit dem Stege über den Fluss und dem Kuh-hirten zu Pferd ist bezeichnet: D. D. fec. et exc. , gr. qu. fol. DasGegenstück bildet der Krebsfang bei Fackelschein: J). D. fec. Exformis N. Visscher. Die beiden anderen Landschaften dieser Grössestellen Reisende vor der Schenke, und Hirten mit Kühen unter Bäumenvor. Verschiedene andere Blätter haben nur die Adresse desD. Danckerts,und sind daher als Verlagsartikcl zu betrachten. Ein sehr grosses,vortreffllich radirtes Blatt dieser Art , ohne Namen des Zeichners,stellt die Abfahrt des Königs Carl IL von Schevelingon den 2. Juni1660 vor.