398 DC. Nr. 1005.
12) Die Erweckung deä Lazarus. Rechts vorn auf einer Tafel .^H. 8 Z. 1 L. Br. 5 Z. 10 L. nir
Diess ist eines jener räthselhaften Blätter, dessen Composition demälteren Dorn. Campagnola weniger angehört, als dem Tizianisten diesesNamens. Die Signatur scheint später eingeschnitten worden zu seyn.
13) Die hl. Familie mit St. Johannes dem Täufer und dem hl. Hie-ronymus. Maria und Joseph sitzen in Mitte des Blattes unter Bäumen,die erstere das Kind an die Brust drückend. Links vorn auf demBaumstamme sitzt der Täufer, und links zur Seite der Maria befindetsich St. Hieronymus mit dem Löwen. Weiterhin links nimmt ein Greisein Kind auf. Rechts vorn auf einem Zettel: DOMINICVS I CAM-PAGNOLA | M.D. XVII. H. 11 Z. 9 L. Br. 16 Z. 6 L.
Dieses Blatt kennt Bartsch nicht. Es ist selten, und wohl nichtvon D. Campagnola sen., wenn auch dessen Name darauf steht. DieComposition erinnert an Tizian.
14) Der Prediger Johannes in der Wüste. DC. Weh." B. V.T.Dieses dem Dom. Campagnola zugeschriebene, aber von Nicolo
Boldrini geschnittene Blatt, ist bereits oben erwähnt.
15) Landschaft mit St. Hieronymus, welcher vor seiner Grotteden Kampf eines Löwen mit einem anderen wilden Thiere beobachtet.Nach Bartsch No. 2 hat dieses Blatt folgende Schrift: DOMINICVSCAMPAG. H. 10 Z. 7 L. Br. 15 Z. 5 L.
Derselbe Holzschnitt, oder wenigstens dieselbe Composition, kommtauch ohne den Beisatz CAMPAG. vor, und somit scheint es offenbarzu seyn, dass solche alte Holzplatten beim späteren Druck neuerdingsgezeichnet wurden. Wenn ein Dom. Campagnola die Zeichnung zudiesem Holzschnitt geliefert hat, so ist es der Tizianist dieses Namens.Der Schnitt scheint von N. Boldrini herzurühren.
16) St. Hieronymus in der Wüste im Gebete. In seiner Nähezeigen sich Löwen in ganz ruhiger Haltung. Ohne Namen und Zeichen.II. 14 Z. 11 L. Br. 19 Z. 11 L.
Dieses Blatt wird im Catalog Malaspina dem Dom. Campagnolazugeschrieben. Es ist wahrscheinlich von Nicolo Boldrini nach demjüngeren D. Campagnola geschnitten.
17) Landschaft mit zwei Männern , von denen der eine ein Kindin der Wiege auf dem Rücken, der andere ein solches auf der Schulterträgt. Rechts unten DNCVS. Bartsch No. 4, qu. fol.
Unter der Abbreviatur DNCVS ist sicher nicht der alte Kupfer-stecher Dom. Campagnola zu verstehen, sondern der jüngere Tizianistdieses Namens. Der Schnitt ist wahrscheinlich von Boldrini.
18) Die Landschaft, in welcher man ein Weib mit Früchtensieht. Ohne Namen und Zeichen , Bartsch No. 5. Höhe 13 Z. 9 L.Br. 18 Z. 6 L.
Die Composition dieses Holzschnittes ist nicht von dem Kupfer-stecher Dom. Campagnola, sondern von seinem Gegenfüssler.
1005. Diricksen Cluyt, Bildnissmaler, war um 1630—1660 inr\ r 1 Delft thätig. Schüler von M. J. Micrevelt, malte erPortraite.*~ ^* in der Weise dieses Meisters, ahmte aber zuweilen auch demRubens nach. Caspar de Crayer zeichnete ebenfalls Bildnisse mit I). C,es ist daher zu unterscheiden, ob nicht das eine oder das andere demCluyt angehöre.