Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
381
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DB. Nr. 963 — 936. 381

I. Vor dem Sternchen nach dem Monogramme. Sehr selten.

II. Mit dem Sternchen , in Abdrücken auf chinesisches Papier.Schön und selten.

79) [R. 139, B. 54J Die Ruhe der Mäher. Gegen die Mitte zusieht man drei Bauern und zwei Bäuerinnen die Ruhe, pflegen, wäh-rend drei andere Männer Heu aufladen. Im Rande links: 1)11. J-Jslup: aqua forli 1795, rechts: adrien Van den Velde p. II. 9 Z. 8 L.Br. 13 Z. 5 L.

I. Mit Unterbrechung der mit der Nadel gezogenen Einfassungs-linien, besonders oben, wo sich einige Lücken zeigen. Selten.

II. Mit vollständig gezogenen Einfassungslinien, aber mit noch un-vollendeten Stellen. Die Mütze des am Anger liegenden Mähersist ganz weiss.

III. Mit einigen Rotouchen, besonders im Vorgrunde neben dengrossen Pflanzen.

IV. Von der ganz vollendeten Platte. Sehr selten auf chinesischesPapier.

963. Lambert de Babo, Kunstliebhaber, radirtc um 1810 — 1815OTT, r mehrere Landschaften und Ansichten, in welchen er dem bc-~V^' rühmten J. J. de Boissieu nachahmen wollte. Er bediente(Po. sich auch eines Monogramms , welches jenem des genanntenMeisters gleicht, mit den Radirungen blieb aber L. de Babo in weitemAbstände , obgleich seine Blätter im Ganzen mehr als Mittelgut sind.Sie erschienen unter dem Titel: Erinnerungen aus dem Neekarlhale.Frankfurt am Main bei Bonner, kl. qu. fol. Darunter sind Ansichtenvon Heidelberg, Eberbach, Zwingenberg, Hirschhorn, Mosbach, Neckar-Gmünd, Neckar-Steinach &c.

964. Jakob de Bray, Maler und Radirer, fand unter dem Mono-rx* gramm 11 H I. No. 2023 eine ausführliche Stelle, und es istNo. 11

■^ des Verzeichnisses seiner Blätter auch die Radirung mit demgegebenen Zeichen beschrieben. Dieses seltene Blatt stellt einen Schul-meister mit seinen Kindern in der Schule vor. Rechts unten in derEcke ist das Monogramm. H. 1 Z. 11 L. Br. 2 Z. 4 L.

965. David Vinckboons, auch Vinckebooms, Vinck-Boons, und>r\ n D. V. Boons , bediente sich gewöhnlich eines aus D\B be-iz _D stehenden Monogramms, und daher bemerken wir hier nur,dass auf etlichen Gemälden auch die gegebenen Buchstaben vorkommen.

966. Unbekannter Maler und Zeichner, welcher um 1556 injfT\_^ Wittenberg lebte , gleichzeitig mit Jakob Lucius von Cron-

^ß?c-A 8 * a ^ ' n Siebenbürgen, welcher nach seinen Zeichnungen in^QfljnBD H°l z geschnitten hat. Die gegebenen Buchstaben kommennämlich auf den Blättern der unten näher bezeichneten illustrirtenWerke nicht allein vor, sondern auch die Initialen IL CT mit demSclmcidmesser darunter. Sie bedeuten : Jarohus Lucius Corona Tran-tylvanus Dieser J. Lucius wollte damals in Wittenberg eine Druckereierrichten, konnte aber neben Johannes Crato und Georg Rhaw's Erbennicht bestehen , und zog daher 1564 nach Rostock, wie wir an be-treffender Stelle nachweisen werden. Der Meister 1). B. gehört derSchule des L. Cranach an , und lieferte viele Zeichnungen zur Illu-stration »von Werken aus den Druckereien von G. Rhaw und J. Orato.Auch Gabriel Schnellboltz scheint sich seiner artistischen Beihülfe be-dient zu haben. Indessen sind nur die wenigsten Blätter bezeichnet.