Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
343
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D. Nr. 887. 343

klärung der Abkürzungen auf Münzen &c. S. 84 ersehen. Auf Mero-vingischen Silberraünzen bedeutet ü entweder Dagobert, oder Deodericus,die beiden Könige von Austrasien. Auf Mainzer Holzmünzen von1459 - 1461 bezieht sieh dieser Buchstabe auf den Erzbischof Dietrich,und mit ü bezeichnete Münzen von 1552 — 1582 Hess der ErzbischofDaniel schlagen. .Auf bischöflich Augsburgischen Münzen des Mittel-alters bedeutet 1) Dillingen, auf Münzen des deutschen Ordens von1410 — 1422 Danzig, auf englischen Münzen von 1461—1483 Durham,auf französischen von 1539 an Lyon, auf bergischen Münzen von 1750Düsseldorf, auf preussischon Münzen von 1752—1768 Aurich, von1816 — 1848 Düsseldorf, auf österreichischen Münzen von 1765 Grätz,und auf nordamerikanischen Münzen seit 1838 Dahlonega in Georgien.Auf Münzen der Städte Hamburg und Ulm ist Denar, auf französischen,genfer und appenzeller Münzen Denier, auf italienischen GoldmünzenDucato und auf Goldmünzen der vereinigten Staaten von NordamerikaDollar zu lesen, ü in einer Rose cingestempelt bedeutet Demerary,die holländische Colonie.

Dudley, Bischof von Durham, Münzaufseher von 1476—1483.

Unbekannter Medailleur. Er fertigte eine Denkmünze auf denkaiserlichen Baudirektor Hermes Schallautzer in Wien. Die Vorder-seite enthält in einem Lorbeerkranze das Bildniss desselben, und imRevers steht die Jahrzahl 1550. Abb. bei Bergmann, Medaillen aufberühmte Männer Oesterreichs. I. S. 296. Tab. XIV. 68.

Hans Dalhasen, Münzmeister des Königs Friedrich II. von Däne-mark 1565 — 1596.

Sebastian Dadler, Stempelschneidcr, arbeitete von 1619 — 1653 inAugsburg und in Dresden. Er hintcrlicss eine bedeutende Anzahlvon schönen Medaillen , welche mit D und S D bezeichnet sind. Dasdritte Zeichen steht auf einer Schaumünze von 1620 mit Cimon undPero im Revers. Abb. bei Tenzel Tab. 42. No. 5.

Johann Dase, Münzmeister in Wismar von 1624—1647. Erzeichnete D , und bediente sich auch des vierten Monogramms.

Jakob van Dlshoecke, Medailleur, war um 1675—1705 in Hollandthätig, und arbeitete auch für den Brandenburgischen Hof. Er hintcr-lioss schätzbare Werke, welche mit D oder /. V. D. bezeichnet sind.Der zweite Buchstabe steht auf einer sehr seltenen Medaille, welchebei Gelegenheit des zwischen Frankreich und dem deutschen Reichebewirkten Friedens, und der zwischen dem Churfürsten Friedrich Wilhelmvon Brandenburg und Holland im Jahre 1684 geschlossenen Allianzgeprägt wurde.

Dollin, Stempelschneider in Paris um 1680.

Daniel Sigmund Dockler, Stempelschneidcr in Nürnberg um 1688.Sein gleichnamiger Sohn starb 1730. Beide zeichneten Gepräge mitdem Buchstaben D, oder D.S.D.

Nicolaus Dittmar, Stcmpelschncider und Münzmeister in Fulda1726 — 1764.

Bernhard Johann Dedekind, Stempelschneider und Münzmeisterin Braunschweig 1723 — 1742. Er zeichnete auch B. I. D.

Dobicht, Medailleur in Neuwied, 1750 — 1756.

unbekannter schwedischer Medailleur. Von ihm ist eine Denk-münze auf Clemens Grill, Commcrcii Sueco-Jnd. Dir. Am Arme des-selben ü. f. Der Revers stellt ein Schiff im Meere vor, mit der Schriftim Abschnitt: Socio Benefieo R. Ac. Scient.