Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
315
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CVW. Nr. 818. 315

818. Unbekannter Zeichner, Formschneider und Radirer, welcher

/"~\V/AY7 der schwäbischen Schule angehört', und wnlirsclicinlichUW,W in Augsburg W*8- BftfMdh t P. gr. IX. p. 164 und X.(\)TA f~<y. tafr. <W8 monogr. No. 105, bringt die gegebenen ZeichenVoty/OV unter G \V\ allein d;is Monogramm besteht aus douBuchstaben C II'. dn auf Blättern des unten beschriebenen llolzschnitt-werkes auch die Initialen C 1f vorkommen. Wir geben dieselben inFacsimiles nach den Originalblättcrn , und finden keinen Grund , mitBartseh G W anzunehmen. Der erste Buchstabe hat nicht jene Schwingung,Welche auf ein angeformtes (1 scliliessen lässt. Sollte es sich aberwirklich um einen Meister G W handeln, dann ist dieser von demFormschneider C W zu unterscheiden , und ihm bleiben nur die ra-dirten Blätter mit den Fechtern in Friesform. Fr bezeichnete die-selben mit dem vierten Monogramme, mit Ausnahme eines einzigenBlattes , auf welchem nach Bartsch die Initialen G W stehen sollen,wohl jene, welche dieser Schriftsteller auf seiner Table des mono-grammes No. 105 gibt. Wenn sie genau copirt sind, so unterliegt esauch keinem Zweifel, dass der Radirer von dem Kormschneider desGcscblechterbuclies zu unterscheiden sei , wenn auch Bartsch nurEines Meister annimmt. Auf den Holzschnitten lesen wir CW, undder Träger des vierten Zeichens ist daher Eide Person mit jenem G Wdes Verfassers des Peintre-graveur. Der Zeit nach sind beide nichtweit geschieden. Eines der radirten Blätter hat die Jahrzahl ir>M,und die erste Ausgabe des Geschlechterbuchcs ist von 1550.

Holzschnitte.

Bericht und antzaigen , der loblichen Sinti Augspurg, aller HerrnGeschlechte, so vor fünfhundert und mehr Jaren, weder yemundt wissenoder erfuren kan, daselbst gewont und bis auf Achte abgestorben. (Durchl'aul Ilektor Mair). Augsburg, Melchior Kriegstein UMtt), fol. DiesesWerk enthält mit dem Wappen des P. II. Mair 157 Blätter mit ganzenRittertiguren nnd ihren Wappen, welche von einer sehr geübten Handgeschnitten sind. Bartsch gibt nur 150 Blätter an, und dieser Trrthumging auch in andere Werke über. Nur auf vier Holzschnitten kommtdas Monogramm vor, auf jenen mit der Unterschrift: Tharnawcr (No. 541,Vogel (No. 102-, Hans Frisch (No. 144) und Wolfgnng Spät (No. 162).H. 8 Z. 1 — 2 L. Br. 5 Z. 5 — 7 L.

Später kamen die Stöcke in den Besitz des Buchhändlers SigmundFeyerabend in Frankfurt am Main , welcher eine neue Ausgabe ver-anstaltete : Geschle.chlerbuch : Darinn der loblichen Kaiserlichen ReichtStatt Augsburg so vor fünfhundert und mehr Jaren bero daselbst gewonetund bis auf acht abgesturhen etc. etc. jetzt widerumb an Tag gegeben.Durch Sigmund Feyerabend, liucbhiindler zu Frankfurt am Main l'itll),fol. Diese Ausgahe hat zwei Abtheiliingen zu 51 nnd 105 Holzschnitten,ausser den von Jost Amaun gezeichneten Titelverziernngen. Die dritteAusgabe, unter demselben Titel, erschien iddl zu Frankfurt in Ver-legung Johann Wilhelm Ammaus. Bartsch IX. p. 166 kennt nur diedritte Ausgahe, und führt im Artikel des Jost Amman No. 11 eben-falls nur diese an, nicht jene von 1580. Vgl. auch 0, Becker, J. Am-man etc. S. 104 No. 29, und R. Weigel's Knnstkataloge No. 12,864 u. 13,368.Radirte Blätter.1—4. Folge von vier Blättern mit Fechtern in Friesform.H. 1 Z. 4 —7 F. Br. 3 Z. 6-7 L. Bartsch IX. p. 164.

1) Links schlagen sich zwei Männer mit Dreschflegeln , in derMitte kämpfen zwei andere mit Dolchen , und rechts fangen zweiFechter die Säbelhiebe mit runden Schilden auf. Rechts unten das Zeichen.