Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
240
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240 CS. Nr. 647-650.

647. Christoph Schramm, Buchdrucker zu Wittenberg, bedientesich als Adresse einer Vignette, welche in Holz oder Metallgeschnitten ist. Sie stellt in einem ovalen verzierten Rahmenden hl. Christoph vor, welcher nach rechts durch das Wasserschreitet, an welchem der Einsiedler mit der Laterne sichzeigt. Die Vignette ist auf den Titeln , oder am Ende der

von ihm gedruckten Werke eingesetzt, und sie kommt auch als ein-zelnes Blatt vor. Aul' einem solchen steht oben: In imaginem divi Christo-phori, quae est Symbolum Christophori Schräm civis Witebergensis. Unterder Vignette steht in diesem Falle ein lateinisches Gedicht in 18 Zeilen.

648. Johann Carl Schultz, Landschafts- und Architekturmaler,/rr^i Direktor der Kunstschule in Danzig, wurde daselbst 1801 gc-

/\ . boren. An der k. Akademie in Berlin herangebildet, machteI k ) er in kurzer Zeit durch seine landschaftlichen Bilder Aufsehen,V )r und von 1825 an gründete er seinen Ruf als Architekturmaler._ Ein mehrjähriger Aufenthalt in Italien bot ihm GelegenheitcC jr 0 zu den interessantesten Studien, und daher gehören die italie-ö nischen Ansichten zu den Hauptwerken des Künstlers. Auchmehrere Ansichten von deutschen Domen, Kirchen und Schlossernfinden sich von Schultz, theils im Besitze des Königs von Preusscn,theils in Sammlungen von norddeutschen Kunstfreunden. Auf einigenGemälden findet man das gegebene Zeichen, auf anderen ist das Mono-gramm aus den Buchstaben SCI gebildet. Im Künstler-Lexicon XVI.S. 62 haben wir ausführlicher über ihn gehandelt.

649. Johann Friedrich Carl Constantin Schröder, Genremaler,geb. zu Skeuditz in Sachsen 1794, gest. zu Berlin1835. Als armer Junge in eine Tischlerwerkstattverbannt, konnte er nur unter Entbehrungen zujenein Ziele gelangen, welches die Aufgabe seinesLebens war. Die Professoren Hans Veit Schnorr

in Leipzig, und Pochmann in Dresden waren seine Wohlthäter, undhatten nach wenigen Jahren die Freude, den Hobelmann unter denersten Volksmalern damaliger Zeit genannt zu wissen. Eine Anzahlseiner Werke, gewöhnlich humoristischen Inhalts und Charakterbilder,ist durch die Lithographie bekannt. Die Blätter von Werner, C. Fischer,Bormann, 0. Hermann, Remy, Papin, Dieter, E. Schulz, Oldcrmann,Bils, Sprick u. A. fanden in ganz Deutschland Beifall. Auf einigenGemälden des Künstlers findet man das Monogramm, auf anderen, be-sonders aus der späteren Zeit, steht der Name. Auch auf Zeichnungenund Skizzen bediente sich Schröder eines Monogramms. Das ersteZeichen, mit der Jahrzahl HI20, thcilte uns Herr Börner mit. Essteht auf einer schönen Zeichnung im italienischen Style. Dieses Blattstellt die Madonna mit dem Kinde und zwei anbetende Engel vor.F. C. Schröder, auch Schröter genannt, widmete sich unter Leitung deroben erwähnten Meister der Historienmalerei , ging aber dann vomPortraite zur Genremalerei über, durch welche er in Berlin seinenverdienten Ruf gründete. Man darf ihn nicht mit dem berühmtenHumoristen Carl Schröder von Braunschweig verwechseln. ConstantinSchröder lebte mehrere Jahre in Berlin, und starb daselbst.

650. Carl Schumacher, Hofmaler des Herzogs von Mecklenburg-Schwerin, wurde 1801 geboren, und an der Akademie in Dresdenherangebildet. Im Jahre 1820 begab er sich aber nach Rom,wo er in einem Zeiträume von 7 Jahren mehrere historischeBilder malte, welche zu den schönsten Erzeugnissen der neue-ren deutschen Kunst gehören. Den Stoff wählte er theils aus