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Rechten hält er eine fliegende Fahne, auf welcher das gegeheneZeichen steht. Unten am Gesimse ist die Jahrzahl /.52/. II. 3 Z.10 L. Br. 2 Z. 7 L. Diese Vignette ist in der Weise des Ursus Grafgeschnitten , und könnte einzeln vorkommend die Veranlassung geben,das Monogramm für jenes des Formschneiders oder Zeichners zunehmen. Wir fanden diese Vignette am Schlüsse folgenden Werkes :Vsslegen vnd grilnd der schlufzreden oder Artickle durch HuldrychenZuingli Zürich v/f den 10 tag Jenners MD. XXIII. jar Vssgangen. Ge-trwkt durch Chrislophorum Frotchower in der loblichen statt Zürich , 4.Frosehauer's berühmtestes Druckwerk ist aber die Holzschnittbibel,unter dem Titel : IHe gantze Bibel der ursprüngliche Ebraischen vndGriechischen waarheyt nach, auffs aller treuwlichest verteutschet. Zürich,Ch. Froschower IVit , fol. Die vielen Holzschnitte in qu. 8. gehörender Ilolbein'scheu Schule an , und darunter sind auch Copien nachWidern des alten Testaments und der Apokalypse von Ilolbein. KinigeBlätter haben das Zeichen VS, welches jenem des V. Solis gleicht,aber einem unbekannten Meister angehört. Die spätere Ausgabe hatdie Sohl nssschrift: Gedruckt zu Zürych in der Froschauw bei ChristoffelFroschauer — MDL VI. fol. Nachahmungen der Ilolbein'schen üibel-lllustrationen sind auch in Kovi Testament! editio postrema, per ErasmumHoterodamum. Omnia picturis illustrata. Tigvri in Ofpeina FroschouianaAnno m D.LXIII, 8.
633. Remigius Canta Gallina, der Schüler der Carracci, und. P Lehrer des Jacob Callot (1582-1630), dürfte der
%G.IN. 3G.EX . Träger dieses Zeichens seyn. Man findet es, abernur halb so gross, und mit der Jahrzahl IG'25, auf sechs radirtenBlättern, welche Landschaften mit Figuren, Thieren und Architekturvorstellen. Die Platten sind achteckig, 4 Z. 11 L. hoch, und 7 Z. 3 L.breit Wir lesen das Zeichen : R. Canta Gallina Invenit. Giulio ParigiExcudit. Es ist aber zu bemerken, dass die Radirung für Canta Gallinanicht entschieden spricht. Die Blätter sind mehr im niederländischenCharakter und breit behandelt.
634. Carl Ruthart, der berühmte Thicr- und Jagdonmalcr, wird/^P\ T bald zur deutschen, bald zur holländischen Schule gc-( r\ I (RT zählt. Gewiss ist, dass sich der Künstler 1664 in Regens-^TyrV~^ mir » ftoffeehalten habe, und er ist wahrscheinlich einCJ\i / OvI Rayer, da der Name Ruthart oder Rudhardt in Ober-Franken familiär ist. Um 1672 scheint der Meister In Italien gelebtzu haben, wie aus einer im Künstler-Ticxicon XIV. S. 87 beigebrachtenNotiz über ein Stammbuch gefolgert werden könnte. Nach 1680 wirdRuthart nicht lange mehr gelebt haben. Diess ist Alles, was man vondiesem berühmten Meister weiss. Die in den ersten Gallonen auf-bewahrten Werke von seiner Hand legen aber ein glänzendes Zeugnissseines Talentes ab. Auf einigen Bildern stehen die beiden erstenZeichen, und die anderen Monogrammen findet man auf radirtenBlättern. Bartsch widmete ihm im Peintre - graveur keine Stelle, unddaher erfüllen wir diese' Pflicht, da die Blätter desselben zu dengeistreichsten Produkten dieser Art gehören. Sie sind sehr seltenund kostbar.
1) Ein von zwei Tigern überfallener Hirsch, nach links gewandt.Ein Tiger beisst ihn in den Hals, und der andere ist auf seinemRücken, so dass das Thier fast auf die Knie niedergedrückt wird.Im Grunde rechts bemerkt man Gebüsch, und links eine Ebene. DasZeichen steht unten in der Mitte. II. 6 Z. 11 L. Br. 8 Z. 6 L.