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2 (1860) CF - GI
Entstehung
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234 CR F. Nr. 629 — 630.

glauben aber nicht an die diplomatische Genauigkeit derselben. Ausdem Verzeichnisse der Blätter des Künstlers bei Bartsch XV. p. 466 ff.geht nicht hervor, auf welchen derselben ein Zeichen dieser Art vor-komme. Wir haben wenigstens nie einen Kupferstich von Reverdinomit dem einen oder dem andern der .obigen Monogrammen gesehen,und auch Brulliot I. No. 1242, welcher in der Form etwas abweicht,nennt kein Blatt mit einem solchen Zeichen. Das zweite scheint über-haupt nur aus dem ersten hervorgegangen zu seyn , diess mit Weg-lassung des Täfelchens. Die Hauptquelle dürfte Christ (Monogr.-Erkl.S. 153) seyn, welcher das erste Zeichen in der Art gibt, dass dieuntere Krümmung des C in das F übergeht. Nach seiner Bemerkungsoll das Monogramm einem italienischen Meister Namens C. Reverdusoder Reuerdinus angehören, und er fügt noch drei andere Monogram-men bei, welche aber sehr ungenau sind. Kupferstiche nennt Christnicht, sondern nur „wohlgezeichnete Figuren" in Holzschnitt, welcheum 1620 zu Fadua erschienen seien. Hierin liegt nun hinsichtlich desReverdino ein vollkommener Irrtimm, indem dieser Meister 1620 längsttodt war. Heller, Geschichte der Holzschneidekunst S. 239, nimmtaber keinen Anstand, auf das Ansehen des genannten Schriftstellers hinden von ihm Carl genannten Reverdinus zum Formschnoider zu machen,und fügt ohne Critik auch die auf Kupferstichen vorkommenden ZeichenReverdino's seiner Geschichte der Formschneidekunst bei. Darunterist auch das erste der obigen Monogrammen, welches wir indessennicht für erfunden halten. Es wird wohl auf irgend einem Kupfer-stiche vorkommen, nur wird zu unterscheiden seyn, ob dieser nichtdem Caesar Robertiis angehöre, da letzterer auch mit C. R. F. zeichnete.Reverdino's Kupferstiche sind von guter, wenngleich nicht immer vonganz correkter Zeichnung. In der Behandlung erinnern diese Blätterzuweilen an Giulio Bonasone, oder an Agostino Veneziano, wie Bartschbemerkt. Sie sind nämlich nach italienischer Art in einer freien,weniger' mühsamen Manier gestochen, so dass sie sich von den miniatur-artigen Produkten der gleichzeitigen deutschen Kleinmeister wesentlichunterscheiden. Die Blätter des Caesar Robertus sind mehr in derWeise des Cornel Cort behandelt. Fs fragt sich nun, welche Kenn-zeichen die Blätter mit obigen Monogrammen tragen.

629. Unbekannter Formschneider, welcher um 1620 in Cölnr R f thätig war. In den Verlagswerken des Buchhändlers Johann

i. k. r. jjjjjjjjfgg daselbst sind Vignetten und Querleisten von ihm.Eine derselben stellt die Madonna mit dem Kinde mit musicirendenEngeln vor. Man findet sie in Ludovici de Ponte: Expositio in canti-c»m canticorum. Coloniae Agrippinae MDXXX. fol.

630. Cäsar Robertus a Civitella oder Biturgla, Maler und Kupfer-C R F stecu01 '; w ' r( l a ' s der Verfertiger einiger mit C. R. F. be-

• zeichneten Blätter erklärt, sie scheinen ihm aber nichtalle anzugehören, da die Zeit der Entstehung dagegen spricht. Dasälteste gestochene Blatt stellt die in Neapel befindliche antike Gruppevon Amphion und Zetus vor. Unten in der Vorstellung steht: EugeniusBtancus Placent." disegnavit. C. R. F. Laurentium Vacarium Formt» Romae15110. Im Rande sind sieben Zeilen mit Schrift: ZETUS et Amphion —naturales, dann die Dedication an Alexander Farnese von Julius RobertusMDLXXIX. H. 18 Z. 7 L. Br. 13 Z. 3 L. Dieses Blatt wurde inConturen copirt: Romae apud Joseph, de Rubeis Superior. licentia 1633;Gio. Jacomo de Rom — 1650. Der mit CR. F. bezeichnete Stichwurde um 1579 von einem Julius Robertus dodicirt, man nimmt aberan, dass Cäsar Robertus um 1590 geboren worden sei. In diesem