226 CR. Nr. 595 — 598.
deren in verschiedenen englischen Sammlungen, sowie im brittischenCabinet. Auf andern Bildern und Zeichnungen stehen die Buch-staben CR mit der Krono darüber.
Passavant gibt in seiner Kunstreise durch England und BelgienNachricht über die Gemälde und Statuen, welche im Besitze desKönigs waren.
595. Georg Friedrich Reichmann, Bildniss- und Historienmaler,wurde 1798 zu Münden geboren, und betrat erstals hessischer Offizier die Bahn der Kunst. SoineWerke datiren von 1823 an, und bestehen meistensin Bildnissen. Doch malte er auch historische
und romantische Vorstellungen, welche nicht minderen Beifall fanden,als seine Portraito. Auf mehreren Gemälden steht das Monogrammdes Künstlers, welches* er als G R sich dachte. In der gegebenenForm wird man aber eher CR lesen. Auf andern Bildern diesesKünstlers steht deutlicher ein aus G R gebildetes Zeichen.
596. Carl Rottmann, Landschaftsmaler, geb. zu Handschuchsheim^-x /^P\ De - Heidelberg 1798, gestorben zu München 1850.f £) ( / W n Einer der grössten Meister, welche sich je auf
<Sls\^s q^ \_p 0 dem landschaftlichen Gebiete bewegt haben, fandS2\ ' er im Künstler-Lexicon XIII. S. 473 ff. eine aus-
lr\ -/ 0 'X 1 führliehe Stelle, so dass wir hier nur summarischQj£/ \j 1 0 J? I • auf die grossartigen und unübertrefflichen Meister-werke, welche die neue k. Pinakothek in München bewahrt, aufmerk-sam machen. Neben einigen Bildern in Ocl werden da in einem nachihm benannten Saale 23 landschaftliche Ansichten ans Griechenlandaufbewahrt, welche Rottmann im Auftrage des Königs Ludwig nachder Natur aufgenommen, und dann in Enkaustik ausgeführt hatte.Diese klassischen Bilder geben das glänzendste Zcugniss von demTalente unseres Meisters , welchen man überhaupt nur in Münchenkennen lernen kann. In den Arkaden des k. Hofgartens sind land-schaftliche Bilder aus Italien und Sicilien in Fresco gemalt, welcheaber schon zu wiederholten Malen durch Kunstfrevler, vielleicht nichtaus der niedern Schichte, beschädigt wurden. Auch im Privatbesitzezu München sind noch mehrere Gemälde von Rottmann, und daruntersolche mit dem Monogramme des Künstlers. Er bediente sich nur inder früheren Zeit eines Handzeichens, seine späteren Werke tragenden Namen, welchen er aber auf vielen Bildern sogar überflüssig fand.Die Nachbildung der Werke Rottmann's, besonders jener, welche erin Griechenland schöpfte , ist eine missliehe Sache, da der Kupfer-stecher, oder die Galvanographie die Farbenglnth und den Sonnenglanznicht fassen kann, welche das Auge bezaubern. Schöningcr hat inneuester Zeit zwei grosse Blätter für den Münchner Kunstverein aufgalvanischem Wege geliefert. F. Hohe und C. Lebschec haben frühereinige Blätter lithographirt.
597. Charles Rudolphe, Maler und Kupferstecher, war um 1815<7K bis 1836 in Paris thätig. Er malte Genrebilder, und stach
r-JVO solchc aucl - -n Kupfer. Auf Blättern dieser Art steht das( o i -*~ ; Monogramm, welches aber auch auf Gemälden vorkommen dürfte.
598 Christian Romstet, Vater und Sohn , Kupferstecher von/ ---j Leipzig, sind durch Bildnisse und andere Blätter bekannt,
( n (j? auf welchen aber meistens der Name vorkommt. Der ältere-> ä O,\R Romstet arbeitete um 1645 — 1690, und der jüngere starbgegen 1730. Das gegebene Monogramm findet man auf Bildnissen