172 CM F. Nr. 440 — 442.
mit jenem Meister Eine Person zn seyn, welcher auf KupferstichenCOR. MET. zeichnete. Letzterer mag Metsys heissen, da eine Familiedieses Namens nachweisbar ist, ein Maler oder Kupferstecher CorneliusMetsys ist aber noch nicht urkundlich erwiesen. Wir haben darüberunter der Abbreviatur COR, MET. gebändelt, und enthalten uns daherder weitern liemerkung.
Das erste Zeichen, mit der Jahrzahl 1643, gibt Dr. Waagen imCataloge der Gemäldesammlung des k. Museums zu Berlin S. 238.Man findet es auf einem Gemälde, welches eine Herbstlandschaft mitStaffage vorstellt. Dieses Bild ist bereits unter dem Monogramm CMA.
I. c. beschrieben, und dosswegon gehen wir hier nicht weiter ein.Die beiden andern /eichen findet man auf Kupferstichen, welcheBrulliot I. Ko. 1203 dem Cornelius MatSyS zuschreiben will. Bartschfügt im P. gr. IX". p. 07 u. Table des monogr. IX. pl. V. ein Mono-gramm dieser Form nicht bei, scheint aber die von ihm verzeichnetenBlätter nicht alle selbst gesehen zu haben. Von No. 38 — 46 be-schreibt er eine Folge von weiblichen Figuren, welche die Tugendenvorstellen, und darunter ist No. 40 mit dem Monogramm CME be-zeichnet. Dieses Blatt stellt die mütterliche Liebe mit drei Kindernvor. Links unten steht: CHARITA8, und rechts bemerkt man dasMonogramm. Ob das fragliche Monogramm noch auf einem andernBlatte der Folge vorkomme, wissen wir nicht, da uns diese Vorstell-ungen nicht zu Gesicht gekommen sind. Bartsch gibt das Zeichennicht, sondern bemerkt nur im Allgemeinen, dass ein solches, nämlichjenes des Cornelius Matsys, auf den Blättern der Folge mit denTugenden vorkomme. Jodes Blatt hat eine lateinische Unterschrift.
II. 2 Z. 3 L. Br. 3 Z. 4—5 L.
440. Giuseppe Maria Mitteilt, Maler und Radirer, bediente sich^y dieses Zeichens selten, sondern gewöhnlich eines Monogramms,Cj/p welches anscheinlich aus den Buchstaben CMM besteht, so
dass wir es unter diesen Buchstaben geben. Der erste Buch-stabe ist aber nicht C, sondern G in Cursivform. Das obige Zeichenfindet man auf einem radirten Blatte nach Guido Reni. Es stelltzwei weihliche Köpfe in leichten Skizzen vor. Jener links ist in Profil,der rechts in % Ansicht genommen. Links unten steht: Gido /.,rechts das Monogramm. II. 5 Z. Br. 7 Z.
441. Catharina Maria Fanshawe, Kunstliebhaberin, wurde um^vt-i/th-* * 775 '" England geboren. Sie radirte nach Brulliot$T / ( ^F / (l%i I. No. 1237"- ungefähr 20 Blätter mit historischen
^ Compositionen, deren mehrere mit dem Monogrammebezeichnet seyn sollen. Wir fanden das erste Monogramm auf einemradirten Blatte mit einem stehenden Bauernknaben auf dem Felde, welchereine Gabel in den Boden stösst, gr 8. Das Blatt mit dem drittenZeichen stellt einen Mann vor, wie er den auf seinen Knieen sitzen-den Knaben lesen lehrt. Links neben ihm steht ein Hund, fol. Diesebeiden Blätter sind schön radirt. Auch Brulliot sagt, dass die Blätterdieser Künstlerin mit Geist und Geschmack behandelt seien.
442. Carlo Maratti gelangte durch den bekannten Maler Bartho-C M F lomä " s Weiss von München (f 1815) zu der Ehre, ein von
• diesem radirtes Blatt hinnehmen zu müssen. Es stellt dieMadonna mit dem Kinde vor, wie dieses die hl. Catharina küsst. HalbeFiguren in 8. Im Catalog Blücher wird dieses Blatt dem C. Marattizugeschrieben, Weiss hatte aber nur dessen Manier nachgeahmt, undzur Täuschung die Initialen C. M. F. beigefügt.