Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
156
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156 CM. Nr. 409 — 411.

Name, auf andern deutete er diesen durch die Initialen an. Manfindet sie auf dem Matte mit der Anbetung der Hirten nach Tizian,gr. i|ii. fol., der Verkündigung Maria nach Andrea dcl Sarto, gr. fol.,dem Ordensstifter St. Benedikt nach Paul Veronese, gr fol., dem Iticscn-sturze nach Livius Mens, gr. qu. fol., u. s. w.

409. Carlo Marattl, Maler und lladirer, geb. zu Camurano 1625,<-i »« . i g est - 7M R° m 1713. Schüler von A. Sacchi, und

v_> IVI. mV. \ Nachfolger der spateren Richtung des Guido Rcni,C. M. mnxit. [ ist er durch e '" e grosse Anzahl von Werken be-" • ' ' kannt, welche ehedem bewundert wurden. Die Mehr-zahl ist aber von flacher Idealität, und in einer süsslich modernenWeise gemalt. Seine meisten Bilder und Zeichnungen sind durchKupferstiche bekannt, und um solche handelt es sich hier. Die Ini-tialen des Namens findet man auf dem Blatte von Marco Pitteri, wel-ches die Madonna mit dem Kinde in halber Figur vorstellt, Oval fol.Von zwei Blattern ohne Namen des Stechers stellt das eine Christusam Oelberge, das andere die Ausstellung Christi vor, fol.

Maratti's eigenhändige Kadirungen beschreibt Bartsch XXI. p. 89.Sie sind mit dem Namen bezeichnet. Darunter ist auch das grosseBlatt mit der Vorstellung des lloliodor nach Kafael's Wandgemäldeim Vatikan, mit der Inschrift: Carlo Marati I). I). Raffaele inv. C. M.delineo. Unter C. M. ist wieder C. Maratti als Zeichner zu vorstehen.

Den im Künstler - Lexicon VIII. S. 295 beschriebenen Blätternfügen wir eine weitere Badirung bei. Sie stellt die Madonna auf derErdkugel stehend vor, und wie das Kind den Kopf der Schlange zer-tritt. Zu den Seiten sind Engel. II. 9 Z. 11 L. Br. 8 Z. 2 L.

Dieses seltene Blatt wird jetzt dem Maratti zugeschrieben. —J. Frey hat dieselbe Composition gestochen.

410. Unbekannter XylOgraph, welcher im 15. Jahrhundert thätigC \4 _i_ war. In B. Wcigel's Catalog der nachgelassenen Samm-

• ' hing eines der grössten Kunstsammler IV. No. 10>> wirdein Blatt mit der Marter des hl. Sebastian erwähnt. Ks ist nach derAngabe im Catalogc mit ('. M. und Kreuz bezeichnet. Die Platte mussnoeb existiren, da der Abdruck als neu bezeichnet wird, fol.

411. Christoph Metzger, Kupferstecher, war um 1660—1680 in

nw . . Frankfurt a. M. thätig. Er stach Bildnisse, und

\j iVl jec. | radirte auch andere Vorstellungen in Kupfer. IlüsgcnC. M. fecil. I (Nachrichten von Frankfurter Künstlern S. 88) er-' ' wähnt ein paar Gelegcnheitsblätter auf das grosseFreischiessen 1671, und auf die Brücken - Freiheit 1672. Letzteresstellt einen lebentigrosgen Arm vor, welchem hinter der Hand ein Beileingehackt ist. Hieher gehören folgende radirte Blätter.

1) Ein schlafendes Kind, oder Amor. Es liegt auf dem Boden.Bechts unten : c. iW. fteit , qu. 8.

2) Ein auf dem Boden schlafendes Kind in einer Landschaft,rechts im Grunde ein Bundtempel. Nach Brulliot II. No. 457 mitCM he,, qu. 12. — Eine solche Vorstellung erwähnt auch Frenze!im Catalog Sternberg II. No. 1977"- Nach seiner Angabe steht aberlinks unten undeutlich: CM. F. Kino, und zwar vorkehrt, qu. 12.Er spricht überdies! von einem Contradruck, so dass in diesem dieBuchstaben in regelmässiger Lage sich zeigen müssten.

3) Ein bei einem Bogen sitzender Amor. Oben in der Mitte:C M. fecit, qu. 8.