Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
155
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dm.

CM. Nr. 405 — 408. 155

der Madame Henriette Anne Princesso de la Grande-Brctcigne, kl. 4,und das vierte auf jenem mit dem Portraite des Michel de MarollesAbbe, de Yilleloin 1648, kl. fol. Diess ist eines der schönsten Blätterdes Meisters.

405. Conrad Merkel soll nach Brulliot II. No. 459 und Heller,C M I (^•"' J - 8. 84) Gemälde auf diese Weise bezeichnet haben.Kj IVI . ( (jeber diesen Künstler haben wir oben No. 400 gehandelt.

Gemälde mit diesen Initialen kennen wir nicht, wenn abersolche vorhanden waren, so bat vielleicht der neuere Speku-lationsgeist die Namensbuchstaben rar überflüssig befunden. C. Merkelfolgte der Richtung leinet Freundes A. Dürer, und Bilder dieser Schulewurden von Händlern zu Arbeiten Dürer's gestempelt. Vgl. auch denArtikel über diesen Künstler unter den Cursivcn C. M.

406. Unbekannter Maler, welcher wahrscheinlich zu den Schülernf" 1 M + i~~i '' l!S l' llnns Scbäull'lein gehört. In der (iallerie zuKj ivi IvOli Pommersfelden ist ein Gemälde mit Darstellungen

aus der Leidensgeschichte des Herrn in kleinen Figuren, welche öftersdem Albrecht Dürer nachgeahmt, und in Schäuffelin's Art gemalt sind.Dr. Waagen (Kunst und Künstler in Deutse.hland I. S. 127) sagt, manersehe daraus, wie um die Mitte des l(i. Jahrhunderts die Dürer'scheWeise roher und lockerer wird, und eine Architektur von bizzarer Formin Aufnahme kommt. Heller (die Gemäldesammlung in PommersfeldenS. 36) behauptet, dass die Buchstaben C M auf einen nicht sehr be-kannten Christoph Mairer bezogen werden. Wir gestehen, dass uns einMaler dieses Namens gänzlich unbekannt ist. Vielleicht ging er ausChristoph Maurer hervor, letzterer kann aber das Bild nicht gemalthaben, da er erst 1558 geboren wurde.

407. Comelis Molenaer, genannt de Scheele Ncel, zeichneteC 1VT s ' (ü " m 1570- 1500 als Landschaftsmaler aus, wodurch aber

nicht gesagt ist, dass er an Bedeutung jenen holländischenMeistern gleichkomme, welche von dem Anfange des 17. Jahrhundertsab die eigenthümlichc Ausbildung der Landschaft bewirkten. Doch

empfehlen sich die Bilder Molenaer'a bereits durch das Bedeutsame derComposition, die Behandlung ist aber nicht frei von Härte. Die Staf-fage wählte er gewöhnlich aus der biblischen Urkunde. Im k. Museumzu Berlin ist eine Landschaft mit der Geschichte des barmherzigenSamariters in verschiedenen Scenen. Dieses Bild ist mit (!. M. be-zeichnet. Ks werden sich auch noch andere Gemälde mit den Initialendes Namens finden. Molenaer sank zuletzt zum Handlanger der übri-gen Maler in Amsterdam herab, und starb daselbst in Annuth. Die

Genrebilder in Brouwer's Manier, deren Im Kttnstler-Lexicon erwähntsind, gehören dem Claas Molenaer an. Letzterer malte ebenfallsLandschaften und staffirtc sie mit Scenen aus dem Militär- und Bauern-Leben. Er gehört der modellieren Richtung des 17. Jahrhunderts an,und daher müssen seine Gemälde von jenen des Comelis Molenaerunterschieden werden. Auch er zeichnete zuweilen C. M. Claas Mo-lenaer starb bald nach 1659.

408. Cosmo Mügalli, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu Florenzp, ,_ 1667, gestorben 1730. Schüler des Bildhauers\~>. JVl. sc. \ ü. B. h'oggini, machte er sich durch eine bedeu-C. M. SClltp, | tende Anzahl von radirl.en und gestochenen Blättern

' ' ' bekannt, deren Vorbilder grösstenteils in der Horen-tinischen Gallerio zu finden sind. Auf den meisten Blättern steht der