Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
148
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148 CM. Nr. 393.

3) Perseus befreit die Andromeda von dem Drachen. GeätztesBlatt, qu. 8.

4) [B. No. 2] Der lustige Arme und der traurige Reiche. Linkssteht ein armer Soldat mit Spielkarten und einer Heuschrecke zu denFüssen, und rechts sitzt der Reiche in Sorgen über seinen Gcldkasten.Oben sind fliegende Bänder mit Inschriften : Vtraque diuidile ex aequoetc. etc. Links nach unten das Monogramm mit urer Fecit Tiguri, undrechts 15l)(i. H. 8 Z. 11 L. Br. 7 Z. 3 L.

5) Ein Auto da ft, mit der Uebcrschrift: Hispanische Inquisition.H. 3 Z. 5 L. Br. 4 Z. 5 L.

Dieses seltene Blatt gehört nicht zu den von Füssly (K.L.IV. S.803)erwähnten 20 Vorstellungen über das Gerichtsverfahren in bürgerlichenund Criminalvorfällen. Dieses Werk enthält Holzschnitte, wie wirunten sehen.

6) [B. No. 3] Die Hirschjagd. In der Mitte unten: Christoph.Murer fecit. Rund, Durchmesser 7 Z. 9 L.

Dieses Blatt gehört nicht zu den unten erwähnten Werken überden Feldbau und über die Jagd. Es erschien einzeln, und kommtauch in neueren Abdrücken vor. Das Papier derselben ist nicht50 Jahre alt.

7) Die 40 eniblematischen Vorstellungen, auf welche Bartsch inder Einleitung zum Verzeichnisse der Blätter aufmerksam macht, aberohne das sehr seltene Werk gesehen zu haben. Es erschien unterfolgendem Titel: XL. EMBLEMATA | miscella nova. \ Das ist: \XL vnderschiedliche Ausserlesene | Newradirle Kunststück: \ Uurch \ Wei-land den Kunstreichen vnd Wcilbe- \ rümplen Herrn Christo/f Murern vonZürych inventirt, vnnd mit eygener \ handt zum truck in Kupffer ge-rissen. \ An jetzo erstlich | zu nützlichem Gebrauch vnd Xach- \ richtungallen Liebhabern der Malereg in \ Truck geferliget, vnd mit allerley darzu \dienstlichen aufferbawlichen \ Reymen erkläret: Durch \ Johann HeinrichRordorffen. auch \ llurgern daselbst. — Gedruckt zu Zürych bei JohannKudol/f Wolffen Anno M.DCXXll. Dieser Titel steht in einer portal-ähnlichen Einfassung, in welcher oben zwei Posaunen blasende Engel,unten zwei weibliche Figuren als Industria und Labor angebracht sind.H. 6 Z. 11 L. Br. 5 Z. 3 L. Hierauf folgt das Wappen des Künst-lers, welches aber, wie die Bordüre, ohne Zeichen ist. II. 4 Z. 2 L.Br. 3 Z. Auf der Rückseite des Titels ist das Syinbolum Authorisgedruckt, und nach dem Wappen folgt eine Erklärung an den Leserauf drei Quartseiten. Die eniblematischen Bilder haben deutsche undlateinische Aufschriften, und im unteren Rande sind Verse gedruckt.Die Masse der Blätter sind nicht durchgängig gleich. II. 3 Z. 2 L.bis 3 Z. 6 L. Br. 4 Z. 2 L. bis 4 Z. 8 L.

Ch. Murer scheint diese 40 Blätter ursprünglich zur Illustrationeiner schriftstellerischen Arbeit, einer Comödie : Von den Drangsalender Christlich Edesscnischcn Kirchen in Mesopotamien unter dem Ariani-schen Kaiser Valenlc , bestimmt zu haben. Auf ein solches Dramamacht J. C. Füssly aufmerksam, ohne zu bestimmen, ob es gedruckt,oder im Manuscripte vorhanden sei. Es ist aber wahrscheinlich nurvon einer Handschrift die Rede, welche in letzter Zeit Hr. J. A. Börncraus einer Auktion in Zürich erhielt. In diesem Manuscripte sind hieund da emblematische Bilder eingeklebt, da zu diesem Behufe leererRaum im Texte gelassen wurde. Dio Vorstellungen passen meisten-theils auf den Text. Börncr gibt im dritten Bande seiner handschrift-lichen Zusätze zum Peintre-graveur Nachricht über diese Comödie unddie Embleme, und ist der Meinung, dass die radirten Blätter für denpoetischen Versuch des Künstlors bestimmt gewesen seien. Dieser