CL. Nr. 346 — 349. 129
Auf dem erwähnten Blatte ist die Flasche mit C V in zweiterReihe, jene mit CL über dieser findet man mit den drei anderen Fi-guren auf einem Blatte in dem Zeichenbuehe des Jacopo Palma: Keyolepar imperar a disegnare i corpi humani etc. In Venelia, Appressu MarcoSadeler 1U.Ü.CXXXVI. Die erste Ausgabe ist aber von 1599 aus PietroStefanonc's Verlag. Das Blatt mit dem Helms gehört in die Abtheilungzum Schreibunterrichte, und enthält fünf Hände. Es könnte von LucaCiambcrlano gestochen seyn, so wie auch die Copie mit dem verliebtenAlten von ihm herrühren dürfte. Christ gibt den Rebus auf demBlatte mit den Händen in Abbildung. Heller nahm eine Copie des-selben, welche aber noch schlechter ist, als jene bei Christ. BrulliotII. No. 2815 bildet den Rebus auf dem Blatte mit der Courtisanc nach,wir nahmen aber aus beiden Blättern nur den Krug mit den Buchstaben.
346. Unbekannter Formschneider aus der Zeit des Lukas Cra-fi t nach, welcher vielleicht mit dem Meister CL von 1562 No. 319V Eine Person ist. Man findet von ihm eine Folge von vier Blätternmit den Evangelisten in der Weise des L. Cranach. Die Initialen CAstehen aber nur auf jenem mit St. Marcus, die drei anderen Blättersind unbezoiehnet. II. 5 Z. 4 L. Br. 3 Z. 5 L.
347. Conrad Lempel, Kupferstecher, war zu Anfang des 17. Jahr-„ l hunderts in München thätig. Er stach kleine Andachtsbilder,LJ_/ welche aber von geringem Kunstwerthe sind. Auf etlichen
Blättern steht der Name des Stechers, auf anderen findet man dieInitialen CL, und CLM, öfters die letzteren Buchstaben, als dieersten. Die Blätter dieses Meisters wurden wahrscheinlich zu Gebet-büchern verwendet. Mit CL bezeichnet ist ein Blättchen, welcheseine knieende Nonne vorstellt, wie sie das Jesuskind auf den Altarlegt. Ueber letzterem erscheint Gott Vater und der hl. Geist. Rechtsoben auf der Bandrollc steht: O himlischer uater ich opfer dir deinenlieben sü üssem leben kern elc. Auf der Bandrollc neben dem ewigenVater liest man: du pist ganti mit mier. In der Mitte unten dieBuchstaben CL. H. 3 Z. 3 L. Br. 2 Z. 5 L.
348. Claude Lombard soll nach Christ (Monogr.-Erklärung S. 146)Q T um 1665 in Paris mit C. L signirt haben. Der genannte Schrift-steller gibt aber nicht an, ob diese Buchstaben auf Gemälden,
oder auf Kupferstichen stehen. Wir kennen überhaupt kein Blatt voneinem C. Lombard, nur Stiche von einem Pierre Lombart kommen vor.Dieser Meister lebte gleichzeitig.
349. Hans Caspar Lang, oder ein unbekannter Meister aus derSchule des Tobias Stimmer in Strassburg. Er war Zeichner, und
^" vielleicht auch Formschneider, brachte aber die Initialen seinesNamens nur höchst selten an. Wir kennen nur ein einziges Blattmit CL, welches zwei mit Schweinsfedern bewaffnete Jäger vorstellt.Vor ihnen säugt eine Jagdhündin drei Junge. Diese Vorstellung istauf der ersten Seite folgenden Werkes eingedruckt: New Jägerbuch:Jacoben von Fouilloux, einer fürnemen Adelsperson inn Franckreich ausGastine in Poilou. Ersl frisch von newetn auss dem Französischen in gutWeydmiinnisch Teulsch etc. etc. Strassburg, B. Jobin 1500, fol. DiesesWerk enthält 68 schöne Blätter von Christoph Maurer, Tobias Stim-mer, dem Monogrammisten LF und unserem CL.
H. C. Lang war um 1580- 1607 in Strassburg thätig. Er maltein Oel und auf Glas, und bediente sich auch eines aus HCL be-stehenden Monogramms.
Monogrammisten lid. II. "