Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
87
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OL Nr. 233 -238. 87

233. Unbekannter Goldschmied, welcher in Wittenberg gelebtq ■-, -v -j- zu haben scheint. Man findet ein mit dem Bunzen

o bearbeitetes Blatt, ani' welchem die gegebenen Initialen

. 3 . 1 • vorkommen. Es enthält das Brustbild eines sonderbargekleideten Mannes mit langem Barte und rundem Hute, in einemTalar mit weiten Acrmcln und ausgeschlageucm weissen Kragen. Rechtsin halber Höhe ist ein Schild mit dem Reichsadler, und über diesemsind die verkehrten Initialen C.l. mit der Jahrzahl 1550. Oben stehtverkehrt: I). Caroli. V. lmp. Trivm Orbis l'ariivmTrivmphis GloriosissimiE/figies. Unten liest man in verkehrter deutscher Schrift: Ist in derBelegerung vor witlenbcrgk in solcher klcidung gesehen vnd abconterfettworden 1547. II. 6 Z. 6 L. Br. 4 Z. 5 L. — Dieses Blatt stellt alsoden Kaiser Carl V. vor, welcher ohne die Beischrift als solcher sichernicht erkannt wird.

234. Jakob Clauser oder Klauser von Basel fand oben unter demr\\ Monogramm Cl No. 208 eine Stelle, und daher können wir uns hierv -'l kurz fassen. Die gegebenen Initialen findet man auf einem Holz-schnitte mit der Ansicht von Landau, welche von jener in S. Münster'sCosmographey von 1550 verschieden ist. Jena hat ein W. & 154-7geschnitten, und sie ist nur 6 Z. 4 L. hoch. Das fragliche Blattist 10 Z. hoch und 13 Z. 4 L. breit. Die Buchstaben C / stehenlinks unten.

235. Unbekannter Kupferstecher. Man findet eine Copie nach~. T M. Schön's St. Sebastian am Baume von Pfeilen durchbohrt, aber

von der Gegenseite, so dass der Körper etwas nach rechts, stattnach links geneigt ist. Bartsch beschreibt das Original VI. p. 146No. 59, und macht auch auf die Copie aufmerksam. Von den Anfangs-buchstaben des Verfertigers derselben bemerkt man nur die obereHälfte, anscheinlich von C1 , oder auch von U1. Diese Nachbildungstammt aus der Zeit des Martin Schön, und sie ist noch seltener, alsdas Original. II. 4 Z. 6.L.? Br. 3 Z. 7 L.

236. Joseph Cogcls , Maler und liadirer, benanntet oben unterdem Monogramm CJ No. 222 eine Stelle. Hier handelt es sichum ein radirtes Blatt, welches eine Landschaft in die Höhe gibt.

Rechts erhebt sich ein Baum, und nach links hin breitet sich Wasseraus. Links steht ein Haus auf der Anhöhe, und von dieser herabkommt ein Mann. Den Grund bildet ein Bergrücken. Die leicht ge-ritzten Buchstaben Cl stehen rechts unten, 12.

237. C. Isnard, Fonnschneider, war in der zweiten Hälfte des18. Jahrhunderts in Strassburg thätig. Er schnitt Vignetten für

c ' Buchhändler, welche aber von geringer Bedeutung sind. In Ilorn-stein's Dialectica analogieis imaginibus illustrala. Friburgi Brisg., ,/. A.Satrun 1771, 4., sind Blätter von ihm. Die Initialen des Namensstehen auf einer Vignette mit zwei Genien zur Seite einer Urne, undmit Schnörkelverzierungen.

238. Medailleure und Münzmeister, welche C.l. zeichneten, wiep I Schlickeysen, Abkürzungen auf Münzen &c. S. 76, angibt.

Cancellarius Johannes bedeuten diese Buchstaben auf Mün-zen des Königs Heinrich VI. von England. Der Erzbischof JohannesKemp von York war von 1425—1453 Münzaufschor, und dieser licssStempel mit C. /. versehen.