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2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
72
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72 CI. Nr. 206.

Holzschnitte,welche muthmasslich nach Zeichnungen Vermeyen's ausgeführt wurden.In R. Weigel's Catalog der höchst bedeutenden Sammlung einesder grössten Kunstsammler Deutschlands, IV. Abth Leipzig 1858No. 374, sind Holzschnitte eines Monogrammisten IC von 1542 ange-geben, und der Besitzer der Blätter scheint unter diesem Zeichen denIlieronymus Cock vermuthct zu haben. Wir haben keinen Holzschnittdieser Art gesehen, glauben aber, dass diese Blätter weder von II Coehherrühren, noch aus seinem Verlage stammen. Das Monogramm wirdwahrscheinlich dem ersten Zeichen der folgenden Nummer ähnelnoder .jenem, welches im handschriftlichen Fhrenspiegel des HausesOestcrrc.ch von JJ, Fugger vorkommt, und wir No. 204 mit grössterWahrscheinlichkeit auf Vermeyen gedeutet haben. Von HieronvmusCock kann wohl keine Rede soyn, da er 1542 ungefähr 22 Jahrezählte, und sicher noch auf keiner so hohen Kunststufe stand ' dassman ihm die Zeichnung oder den Schnitt eines solchen Blattes zuschreiben könnte. Das eine stellt 19 männliche Figuren nebst vierHänden mit darüber stehenden Zahlen vor, und gehört daher muth-masslich in ein Zeichnungswerk. Unten steht: Herminiu, Borculomexeudebat opera (das Monogramm) Vltrajecti Idib. Marl Anno i542gr. qu. fol. Ein zweites Formschnittwerk des Monogrammisten / ~Cbesteht m vier zusammengesetzten Blättern, welche den Zug eine«Grosssultans in Friesform vorstellen, qu. imp. fol. II. Cock kann einesolche I'rozcssion sicher nicht nach dem Leben gezeichnet habenman kann aber dieses nach dem, was oben gesagt ist, von Vermevonvermuthon. Von diesem Meister könnten auch die Zeichnungen zuden Holzschnitten mit Scenen aus dem Leben der Türken seyn welchedem Peter Coek von Aclst zugeschrieben werden. Wir werden dir'über unter dem Monogramm CP handeln.

206. Hieronymus Cock, Maler, Radirer und Kunsthändler von

Amsterdam (1820-1870), soll der Träger des rsten dieser

<£ (£ Zeichen seyn Brulliot I. No. 1308 sagt, man finde es auf

/JS8 den eigenhändigen Radirungen dieses Meisters, welche in

A Landschaften mit biblischer und mythologischer Staffage be-

*„ s , t ? hon - ^V r , lmI,c " { ' il10 Anzahl "solcher Blätter gesehenauf allen diesen steht aber nur: Cock fe. oder //. Cock fe Auch aufseinen yerlagsartikeln liest man: II. Cock exe, „nd wir möchten auchnicht glauben, dass der Künstler /. Coric geschrieben habe In die-sem lalle wird er auch des obigen Monogramms sich nicht bedienthaben. Die älteren Schriftsteller über Monogrammen-Kunde wissennichts davon. Christ spricht zwar von Ilieronymus Cock, er schreibtinm aber nur muthmasslich das Monogramm des Jan Comelis Ver-meyen mit der Jahrzahl §846 zu. Statt aller weiteren Vermuthungenmachen wir hier auf die Folge der 12 Landschaften aufmerksamwelche II. Cock radirt hat. Sie erschienen unter folgendem Titel-'Varwe varwrum regionum lypographicae adumbrationes , in publicumPforum usum a Wcronymo Cock delinealae. in aes incisae et editueVeelderleye ordinantien van lanlsrhappen, met fyne Inslorien daer in ahc-ordineert etc. etc. lmprime en Anver* aupres ia bourse neuue ou qualreyens, en la mayson de Ilieronymus Cocq Paintre — iSM. Jedes Blattist mit dem Namen des Künstlers bezeichnet, und einige haben auchdie Jahrzahl i6M, qu. fol. Carl van Mandcr spricht von 12 Land-schaften welche II. Cock nach Zeichnungen seines Bruders MatthiisCock radirt habe, darunter sind jedoch die erwähnten Blätter nicht