CI. Nr. 205. 71
nach links. Das Monogramm mit der Jahrzahl i545 steht links oben.H. 8 Z. Bv. 6 Z. 10 L.
Diess ist das Bildniss der Frau des Künstlers. Seine zweiteFrau und seine Tochter malte er nach Carl van Mander im orientali-schen Costüm. Im Künstler-Lexicon fehlt dieses sehr seltene Blatt.
3) Eine sitzende junge Frau im griechischen Costüm mit einemKissen auf den Knieen, die Beständigkeit, La Constance genannt.Vom Kopfe fällt der Schleier auf die Schulter herab, und was sicliausserdem noch an Beiwerken findet, ist im Künstler-Lexicon No. 8angegeben. Rechts unten bemerkt man das Zeichen, und in der Mittedie Jahrzahl 16*5. H. 9 Z. 2 L. Br. 6 Z. 2 L.
Unter dieser Figur scheint die Tochter des Künstlers vorgestelltzu seyn, wenn nicht dessen zweite Frau.
4) Die junge Orientalin mit der Katze. Das Mädchen ist inhalber Figur vorgestellt, fast in Profil, nach rechts gerichtet. Esträgt die Katze in den Armen. Links oben steht das Monogramm unddie Jahrzahl 15*6. II. 7 Z. 9 L. Br. 5 Z.
Durch C. van Mander wissen wir, dass der Künstler seine Tochterim orientalischen Costüme gemalt habe, und somit könnte das Mädchenmit der Katze die Tochter desselben vorstellen.
5) Die schlafende Venus mit Amor. Erstere liegt im Kniestückmit offener Brust nach rechts hin auf dem Bette, und stützt den Kopfauf die rechte Hand. Links liegt Amor im Schlafhcmde nach oben,und hält den Pfeil in der Hand, ein Knabe von gemeinen Zügen.Oben in der Ecke in der Richtung seines Ohres steht das erste Zeichen.H. 6 Z. 9 L. Br. 8 Z. 7 L.
Im Künstler-Lexicon No. 6 ist das Maass nicht angegeben. Auchist irrig bemerkt, dass das Blatt ohne Zeichen sei. Es wäre jedochmöglich, dass das Monogramm nur im ersten Drucke fehle.
6) Der betrogene Liebhaber, oder das spanische Gastmahl mitBuhldirncn. Die halben Figuren sind um einen bedeckten Tischgruppirt, auf welchem lange Rüben, ein Gcfäss u. s. w. zu sehen sind.Links vorn küsst das Weib einen Mann , und zieht ihm zugleich dieBörse aus dem Sacke. Rechts hinter dem Tische sitzt ein Narr, wel-cher sich mit den Fingern in die breiten Backen stösst, und nach derMitte zu schlagen drei Weiber mit erhobenen Armen die Castagnctteu.Links unten steht das Monogramm zwischen der Jahrzahl 4 545. ImRande liest man : Sic hifpana ven'> loculos excälat amädo. fic fucalarap< bafia {tult* amans. II. 11 Z. 3 L. Br. 15 Z. 8 L.
Im Künstler-Lexicon No. 5 ist dieses Blatt nicht genau beschrieben.
7) Das Bildniss einer Geliebten des Kaisers Carl V. Sie ist inreicher Kleidung mit Heiligenschein als Genius mit Flügeln vor-gestellt, wie sie die Zither spielt. Mit dem Zeichen, 4.
Dieselbe Figur kommt in anderer Stellung auch auf dem folgen-den Blatte vor. Im Künstler-Lexicon fehlt dieses Blatt.
8) Die Madonna mit dem Kinde auf dem Schoosse in einer ArtThronsessel sitzend. Rechts spielt ein reich gekleidetes Weib mitDiadem, Hals- und Ohrengehängen die Zither. Die grossen Flügel amRücken stempeln sie zum Engel. Das Zeichen mit der Jahrzahl i 545steht am Arme des Sessels der hl. Jungfrau. II. 9 Z. Br. 12 Z. 8 L.
Dieses Blatt ist äusserst selten. Ein Exemplar bewahrt diek. k. Sammlung in Wien, ein anderes kam 1845 aus dem CabinctDelbccq nach England.
9) Die Büste eines alten Mannes mit Hut, nach links gerichtet,wie er die Hände faltet. Ohne Zeichen, 4.