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Dücher fei.', des Rathslicrrn Hans Luther nnd seiner Gattin MargarcthaLindemann 8. n. a. Dann stach Fritsch auch Mütter für Buchhändler,theils kleine Bildnisse, Titclhlätter und Vignetten. Auf mehrerenStichen dieser Art stehen die Initialen des Namens.
27. Johann Conrad Feising, Kupferstecher, geboren zu Giessen
176ti, gest. zu Darmstadt 1819, Vater des berühmten0 3~<<Sc< ^ a ^ 0 ^ Feising, gründete er seinen Ruf als Landkarten-rjr ' 1 Stecher, führte aber auch kleine Blätter für Almanache-^ in Punktirmanier aus, meistens Bildnisse, welche zart be-
handelt sind. Auf Blättern dieser Art zeichnete er wie oben gegeben.
28. Christian Friedrich a Lapide, Maler und Kupferstecher,C V n 1 «c war zu l 1 ' 111 ' 0 l ' cs !'• Jahrhunderts in Brixen thätig.\j. r. u 1j. SC. matter von seiner Hand, theils mit dem Namen,theils mit den Initialen, findet man in einer 1686 gedruckten Predigt,welche der Propst Carrara von Innichon bei Gelegenheit der Einsetzungder Reliquien des hl. Victor in Brixen gehalten hatte. Sie ist mit 27Blättern in kl. 4 geziert, welche mehr Verdienst in der Zeichnung, alsim Stiche haben. Im deutschen Münzrecht von Adam von Brandts,Bozen iC'J.'i, findet man ein besseres Blatt, welches Christus vor denPharisäern mit dem Zinsgroschen in verzierter Einfassung zeigt, 8.
29. Unbekannter Meister, welcher in der ersten Hälfte des
16. Jahrhunderts lobte. Man findet einen Holzschnitt vonguter Zeichnung im Style der italienischen Schule derfrüheren Zeit des 16. Jahrhunderts, welcher den Thurmder Fortuna nach dem Motive der Engelsburg' in Rom vor-stellt. Die Göttin des Glückes steht auf der Erdkugel,welche sich oben auf dem Gipfel des Thurmos über einemRade bewegt. Vor dem Erdball, auf dem Rade, sitzt der Papst in Begleitungvon weltlichen und geistlichen Mächten und Würden, theils sitzend, theilsstellend. Leute von jedem Alter und Stande suchen auf angelegtenLeitern von jeder Seite die Höhe des Thurmos zu erreichen, vieleaber stürzen vom Gipfel, andere von den Leitern herab, während Todund Zeit, die zu beiden Seiten des Thurmos in der Luft schweben,durch Geschosse und Drohungen Nachdruck geben. Hin und wiedererklären italienische Reime die einzelnen Situationen, die mit Launeaufgefasst, und mannigfaltig abgeändert sind. Unten, etwas nach rechts,steht das Monogramm. II. 23 Z. 7 L. Br. 18 Z. 9 L.
Auf diesen Holzschnitt, welcher in zwei Blättern besteht, machtBrulliot I. No. 818 kurz aufmerksam, eine genauere Beschreibung fin-det man aber in der Geschichte der k. Kupferstichsammlung zu Copen-hagen von B. von Rumohr und J. M. Thiele S. 28. Die Verfasser er-kennen darin ein Werck von schönem cinqueccntistischcm Style , überden Meister aber wagen sie keine Vennuthung. Diese Art der Alle-gorisirung erinnert uns an ähnliche Erzeugnisse, welche von altenholländischen Meistern ausgingen. Der Zeichner, und vielleicht auchder Schneider der Platten könnte daher Gio. Battista Franco seyn,nämlich jener Johannes Franck oder Franken von Antwerpen, welcherum 1512 Schüler des Jakob von Utrecht war, und später nach Italiensich begab. Er lebte längere Zeit in Rom, und um 1550 wählte erNeapel zu seinem Aufenthalte. Dieser Franco malte historische Dar-stellungen und Landschaften mit Staffage. In der Franziskancrkirchozu Neapel befand sich eine Anbetung der Könige, welche in der Zeich-nung an Franz Floris erinnerte, übrigens aber in der Färbung pastoscrwar, als sie in den Gemälden des Floris erscheint. Die Anbetung der