1044 RI. Nr. 3679-3684.
3) Familiengemälde, Volkslied. Für „Lieder und Bilder", II. Band.Deutsche Dichtungen mit Randzeichnungen deutscher Künstler. Heraus-gegeben von Julius Buddeus. Düsseldorf 1843, gr. 4.
3679. Rombrandt Harmons ran Rijn. Das Zeichen, durchf2, 1 „Rembrandt invenit" zu erklären, steht auf dem
>s\ij /o33 Portrait eines jungen Mannes mit einer Federmütze.»^ W. de Leeuw hat das Blatt radirt, es ist von Bartsch,
Catalogue de Rembrandt II. p. 160 Nr. 47 beschrieben.
3680. Unbekannter Kupferstecher, welcher in Italien um diep I Mitte des 16. Jahrhunderts arbeitete. Man sieht die Initialen
" ' auf einer Folge von 12 Blättern mit den zwölf Cäsaren zu Pferd.H. 2 Z. Br. 1 Z. 9 L.
3681. Unbekannter Formschneider, welcher in Flegel's xylo-pj graphischer Anstalt in Leipzig arbeitete. Das Zeichen stehtJ » J, ' J • auf einer Vignette zu Ritter Olaf im deutschen Balladenbucb,Leipzig, G. Wigand 1852.
3682. Raphael Santi von Urbino ist durch diese Initialen an-•p t gedeutet. Sie sind „Raphael invenit" zu lesen und finden**• *■• sich auf einigen Blättern des P. S. Bartoli in jener Folge vonIS Blättern Friese, die unter dem Titel: Leonis X admirandae vif-tutis imagines etc. bekannt sind und die Sockelbilder zu den TapetenRaphael's enthalten.
3683. Diese Buchstaben sind durch „Rembrandt inventor" zu0 y .fnn erklären. Sie stehen auf einer Radirung des W. det\ v/. fujj jjeeuw nach Rembrandt. Es ist das Portrait einesjungen, fast in Profil gesehenen und nach rechts gewendeten Mannes,er trägt eine Federmütze auf dem Kopfe, einen mit Steinen und Perle 11besetzten Ringkragen und unter dem vorn offenen Mantel sieht ma neine Schärpe. Die Buchstaben mit der Jahrzahl iG33 stehen obenrechts. H. 7 Z. 3 L. Br. 5 Z. 10 L.
Eine zweite Radirung mit den Buchstaben RJ, die EnthauptungJohannes des Täufers darstellend, beschreibt Bartsch im Werke de*Rembrandt Nr. 93. Neuerdings sind die Kenner der Meinung, dassdas Blatt für eine Arbeit des J. van Vliet zu nehmen sei. II. 5 Z.10 L. Br. 4 Z. 7 L. Von diesem Blatt sind vier Abdrucksgattungc"bekannt, von welchen die ersten drei äusserst selten vorkommen undals unvollendete Probedrücke zu nehmen sind; nur die vierten sin"häufiger, auf ihnen ist der untere Theil der Mauer, an welcher dieKette befestigt ist, mit Strichen überlegt, während er in den früherenAbdrücken noch licht erscheint. Linck hat im Archiv für die zeich-nenden Künste Bd. V. pag. 293 Nr. 9!i die Abdrucksgattungen aus-führlich beschrieben.
3684. Nach einer, Brulliot von befreundeter Hand gemachtenvi a Mittheilung sollen obige Buchstaben einem Künstler J uli , ,K 0 angehören. Brulliot erfuhr weder den Vornamen noch da
**' Kunstfach, in welchem dieser Julien arbeitete. Auch *.'können keine definitive Aufklärung geben. Wir wissen zwar, dass ciMaler Bernard Romain Julien, geb. zu Bajonne 1802, in Paris arbeitetund aus der Schule des Gros hervorging, bezweifeln aber, da6SBuchstaben auf diesen zu beziehen sind.