1018 RB. Nr. 3567-3369.
3) Ein Ornament, gebildet aus einer Art Candelaber, zu dessenSeiten Kinder in Schlangengeringel ausgehen. Sie sind mit Flügelnversehen und haben Keulen in den Händen. Rechts unten auf demTäfelchen R. B. H. 91 mill. Br. 32 mill.
4) Vignette mit zwei phantastischen Figuren mit Flügeln , derenschlangenförmigc Körper in eine Maske enden. Zwischen beiden derSchädel eines Esels. Rechts oben das Zeichen. IL 25 mill. Br. 76 mill-
Sehr schön und selten.
8) Ein ornamentirtes Feld. Unten ist ein Mann mit einer Maskeund ohne Schenkel zwischen zwei Amoretten. Ueber ihm sieht manzwei Füllhörner, auf welchen ein Vogel sitzt. PI. Eil mill. Br. 37 mill-
Ob die vorstehend beschriebenen drei Ornamente wirklich unsermMeister oder einem andern, welcher ebenfalls li. B. signirte, angehören,müssen wir unentschieden lassen, da wir sie nicht gesehen haben.
Unbekannter Kupferätzer, welcher in der zweitem Hälftedes 16. Jahrhunderts in Holland thätig war. Brulliot be-schreibt eine satyrische Darstellung : Auf der Strasse einerStadt sieht man einen mit Rüben beladenen Wagen, aufwelchem ein Mann und eine Frau sitzen, welche musiciren;hinter dem Wagen suchen mehrere Bauern Rüben zu stehlen und rechtsvorn sitzt ein Mönch bei einem Tisch; er verweigert lachend die An-nahme einer Rübe, die ihm eine Frau anbietet. In der Mitte untenein wenig nach rechts das Zeichen. Im Untrrrande: Eelck is Wttzom rapen by nachte by daghen etc. H. 9 Z. 1 L. Br. 11 Z. 6 L.Wir kennen das Blatt nicht aus eigener Anschauung, vermutbenaber sehr, dass der Verfertiger Eine Person mit dem MonogrammistenNr. 3559 ist. An Robert Baudoux ist kaum zu denken.
3568. Robert de Baudoux, Kupferstecher und Verleger, welcherR R f et »vi- * n Amsterdam in den ersten Decennien des 17. Jahr-n I " exCm hunderts thätig war. Er stach nach Lukas vanLeyden, H. Goltzius u. A. und arbeitete auch für Thibault's Accadem* ede PEpee, Brüssel 1628. Die obigen Buchstaben findet man auf einemStiche nach H. Goltzius, welcher den Cadmus darstellt, wie er dieDrachenzähne säet.
3569. Richard Brakonburg-, Maler von Haarlem, geb. 1605,n i> i gest. 1702. Er malte Genresccucn im Geschmack desit. li. p. I A van Ostade, dessen Schüler er war. Die BuchstabenJ^ JJ_ I R. B. p. (pinxü) stehen auf einem Schwarzkunstblatt von
J. Gole. Es stellt in einem Zimmer einen jungen sitzende"Mann dar, der eine Wein einschenkende Frau liebkost. Moij Niesj eop Eelharts etc., fol.
Das zweite Zeichen steht auf einer Radirung, welche R. Wcige'(K.-K. Nr. 16,646) dem Brakenburg selbst zuschreibt. Ein Bauer, dersich mit einem Mädchen eingelassen hat, kniet vor den zürnendenEltern, links ist das weinende Mädchen. Im Hintergrund des Interieursnoch sechs Figuren. An der Wand hängt eine Abbildung des Sünden-falles. Am Tische rechts auf dem Bord unter der Tischplatte dasZeichen R. B., 4.
Weigel bemerkt, dass dieses geistreiche und sehr seltene Bla lt >das irrig zuweilen dem Nikolaus Walraven van Haeften oder demjüngeren Egbert van Hecmskerk zugeschrieben wird, eine Copie einesunzweifelhaft echten, aber fast unauffindbaren Blattes Jan Stecn's sei-