Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
871
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PE. Nr. 2921—2922. 8T1

2920. Peter Overadt oder Ouerrat, Kunsthändler und Buch-Pet nn pt 1 drucker in Cöln um 1605—1630, hatte einen rei-r . uu. ex. ♦ chen Kunstverlag. Auf Blättern von A. Brun, B.r et. oue. ex. I Hartfcldt. P. Jsselburg, R. de May, Aeg. Novella-Pet nii«r i>v l nus > M - vatl Somer i ö. C. Stich u.A. kommt seinei . uuei. ex. i Adresse in Abbreviatur vor.

P G t- Ouerr. exc.l Die Kunstfreunde kennen auch Copien nach

Petr* miAr «vi A ' Dürer, welche nur Overadt's Adresse haben,uuu " ex, J und darnach benannt worden.

2921. Peter Steevens, auch Stefani genannt, war Hofmaler des* e t. S. In. 1 Kaisers Rudolph II. in Prag. Gilles Sade-Pnt oi u' f f ' er stacn Landschaften nach seinen Zeich-*«. bteph. lnuent. J nungen, kl. qu. fol. Jean Barra stach eine*olgc von vier Blättern, welche die .Jahreszeiten vorstellen. Auf jenemmit dem Sommer steht die zweite Abbreviatur, qu. fol.

2922. Petrus Cristus, gewöhnlich Christophsen genannt, dem

PETRVS XPR ME FECIT 1417 etc. ^ScSubT-

-. 9 ~, kannt, gehörte vor

etlichen Jahrennoch zu den unbekanntenMeisternaus der Schule des

atl van Eyck. Genauere Forschungen machten J. A. Crowe und G. B.V av alcaselle {Les anciens peintres flamands I. p. It6). Angeblich

!° Jahre 1393 in Brügge geboren, war P. Cristus der erste, der die Me-

nodo der Oelmalurci des Jan van Eyck annahm, ahmte aber mehr demflubert van Eyck nach, so wie dieser überhaupt das Haupt der Schuleist. J'üj. jjjg er3te -Werk des Meisters Christophsen nehmen die genann-1*1 Schriftsteller die Madonna mit dem Kinde auf dem Schoosse imyn Scum zu Frankfurt a M rjj escs ßnd hat die Inschrift: PETRVSAPR. ME FECIT 1*17, und damit hätten wir nun das erste datirte^gemalde. Allein die Jahraahl wird angestritten und für unhaltbarerklärt. Wir verweisen auf 0. Mündlers Nachrichten über P. Cristus«a belgischen Journal des Beaux-arts 1863 Nr. 16. Von Brügge be-<> a j> sich der Künstler nach Cöln, wo er sich 1438 aufgehalten haben

.° 1 '- Nach seiner Rückkehr arbeitete er zeitweise in Brügge und in^"twerpen. In dem Buche der Confraternität von St. Lukas in Brügge*""d er unter dem Jahre 1450 Peter Cristus genannt. Im Jahre 1449 (?)«alte er für die Gilde der Goldschmiede zu Antwerpen das bekanntef-'tarbild mit St. Eligius, wie er einem Brautpaare den Trauring ver-puff,. e s hat die Inschrift: pelr 9 rpi me fecit 144». Dieses Werk. e sitzt der Banquier Oppenheim in Cöln. Im Jahre 1451 copirte erJ|Cambray eines der dem hl. Lukas zugeschriebenen Madonnenbilder, zu

elchem noch Prozessionen wallfahrten. Cristus fertigte drei Copien,

eren Standort unbekannt ist.

, Nach einiger Zeit soll sich der Künstler wieder nach Cöln bege-^'i haben, indem in der Chronik des Carthäuser Klosters daselbst ein

«ister Christoph 1471 das verschollene Altarbild der Capelle der Engelohf * llat ' I)io betreffenden Auszüge gibt Mcrlo, es fragt sich aber,

o der Magister Christophorus von 1471 jener Peter Cristus ist,

eicher schon 1417 in Gel gemalt hat. Kann aber diese Jahrzahl

l3Qq mellr halten, so muS!1 auch P * Cristus später geboren seyn als

yi > und zwar mehrere Jahre später, wenn er 1471 noch in Cöln ge-