Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
846
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846 PA —PB. Nr. 2807-2810.

2807. Paolo Morando, genannt Cavazuola da Verona, erscheint

PAVLVS. V. P. MDXVI1. welche sich unsere Wissen»

nicht oft wiederholt. Sie kommt auf einem der fünf Gemälde aus oO*Passion in der Capella de' Torri bei St. Bernardo zu Verona v<n-Dieses Bild stellt den vom Kreuze abgenommenen Heiland mit Mai' 1 "vor. Auf einem andern Gemälde steht die Jahrzahl MDXXII.

2808. Paul van Uytenwael oder Wtenwael, Zeichner undmm , 7C T7 wrx-m r< \ Kupferstecher, arbeitete in «er

PAVLVS. V. WAEL. F. 1 z J itm H &ifte des l«. J»' ir -

PAVLVS W. WAEL. F hundert» in Utrecht. Uer Name

' kommt auf Kupferstichen vor twelche eine Folge bilden. Er wechselt mit den Initialen P. V- "•>und unter diesen Buchstaben handeln wir ausführlicher darüber.

2809. Peter Alexander Wille, Maler und Radirer, geb. « uP A W Parls 1748 ' gest 181S ' behau P tct im Künstler-Lexicon

• • einen Artikel, und wir haben auch seine Blätter autg*"

zählt. Peines derselben stellt eine römisch gekleidete männliche 13üsKvor, und ist P.A. W. gezeichnet, kl. 8.

2810. Unbekannter Pormschneider, welcher für die Offizin des

Buchdruckers Ludwig Dietz in Rostock thätig war 'JG5 -hR (Wiechmann-Kadow, „Die mecklenburgischen Forin"TD, JD Schneider" S. 9.) Er schnitt die schönen Randleisten;V*h COt Initialen, Signete u. s. w. in den Werken aus der Drucker"'* des L. Dietz von 1519 an. Seine Arbeiten sind grössten-theils gelungene Nachahmungen .der Metallschnitte, wie wir sie in d°französischen Gebetbüchern (Heures) um den Anfang des 16. J° *jhunderts finden. Die Blätter haben gewöhnlich einen schwarzen Gru"mit weissen Punkten (maniere criblee), und kommen ebenfalls vo^Metallplatten. Die Zeichnung ist manchmal etwas schwach, Wiechmann-Kadow zählt die Blätter aber dennoch zu den besten Leistungen '

Manier. Besonders gelungen sind die Randleisten von l5*"i

viel

bei denen nicht allein der reichen Phantasie des Meisters freier La"gelassen ist, sondern auch die saubere, minutiöse Ausführung so viGeschmack und Eleganz zeigt, so dass Mohnike in seinen Jahrbücher"V. S. 173 diese Zierleisten zu den schönsten seiner Zeit zählt. "'.gehen hier nach Wiechmann-Kadow auf diese Metallschnitte ein, docmit kürzerer Andeutung der Gegenstände. Vgl. auch PfB.

1) Die zwölf Monate in Vignetten zu den Calcndern im Breviitri^Hamburgense 1!J22, und in den Dietz'schen Gebetbüchern 1K26 un1530. Das zweite Monogramm ist zweimal eingeschnitten. Auch uiBuchstaben )). b und pr kommen zweimal vor. II. 1 Z. Br. 2 Z. * iJ '

In dem von Hans Walther zu Magdeburg gedruckten Gcbctbucflsind sehr gute Copicn in Holzschnitt.

2) Zierleisten aus dem Jahre 1522, zuerst im Gebetbuche aus «^Offizin des Ludwig Dietz, dann aber vielfach verwendet. Sie zeig"ein phantastisches Gemenge von Figuren, Thiergestalten, Arabeske _>Laubgewinden &c. Die Bordüre mit der Frau, welche ein II10 " S ,^2liches Haupt trägt, hat das erste Zeichen, und die Jahrzahl 18*findet sich mehrmals. In den unteren Leisten sind auch Devisc •Höhe der Seitenleisten 4 Z. 5 L. Br. 5 L. Breite der unteren Lew 1» Z. 5 L. H. 6 L. Br. der oberen Leiste 2 Z. 3 L. H. 4 L.